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Gazprom: Weltgrößter Erdgasförderer

08.01.2009, 16:40
Gazprom: Weltgrößter Erdgasförderer
Der russische Energiekonzern Gazprom ist 1989 im Zuge der Perestroika aus dem sowjetischen Gasindustrieministerium hervorgegangen. 1992 wurde der Staatskonzern in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Der russische Staat besitzt 50,002 Prozent der Aktien. 6,4 Prozent der Anteile hält der deutsche Energiekonzern E.ON. Erklärtes strategisches Ziel ist die Einnahme einer führenden Position im globalen Energiemarkt.

Gazprom ist nach eigenen Angaben der weltgrößte Erdgasförderer. Die Produktion lag 2007 bei 549 Milliarden Kubikmeter. Der Anteil an der weltweiten Gasproduktion beträgt etwa 20 Prozent. Der russische Konzern verfügt mit rund 157.000 Kilometer Länge über das größte Gasleitungsnetz der Welt und exportiert Erdgas in 32 Länder. Nach Börsenwert (Stand 2007) ist Gazprom der drittgrößte Energiekonzern der Welt nach PetroChina und der US- amerikanischen ExxonMobil.

Über 436.000 Mitarbeiter

Gazprom beschäftigt nach Unternehmensangaben mehr als 436.000 Mitarbeiter. Vorstandsvorsitzender ist seit Mai 2001 Alexej Miller, Aufsichtsratschef ist seit Juni 2008 der ehemalige russische Ministerpräsident Viktor Subkow. Beide gelten als enge Vertraute des derzeitigen russischen Ministerpräsidenten Vladimir Putin.

Gazprom beherrscht mit etwa 85 Prozent der Förderung den russischen Erdgasmarkt und hat ein Monopol für den Gasexport. Europa ist durch mehrere Pipelines unter anderem über die Ukraine und über Weißrussland an die russischen Erdgasquellen angeschlossen.

Langjähriger OMV- Partner

Gazprom ist ein langjähriger Partner der österreichischen OMV. OMV und Gazprom haben vor einem Jahr ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet, das am Gas- "Hub" Baumgarten in Niederösterreich den internationalen Gashandel forcieren wird.

2005 beschloss Gazprom den Bau der neuen Nordstrom- Pipeline durch die Ostsee nach Deutschland. An dem Projekt sind die BASF und E.ON beteiligt. Aufsehen erregte, dass der ehemalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder nach Ende seiner Amtszeit der Aufsichtsratsvorsitz bei der für das Projekt gegründeten Nord Stream AG übernahm.

Gazprom wird zunehmend auch außerhalb Russlands aktiv. Um seine Bekanntheit zu steigern, ist der Konzern auch im Sportsponsoring tätig, darunter beim deutschen Fußball- Bundesligisten Schalke 04.

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