Die Soldaten sollen zu der Einheit "3 Commando Brigade" gehören, die zu dem Zeitpunkt in der Unruheprovinz Helmand stationiert war. Der Fall birgt potentielle Sprengkraft: Es ist das erste Mal, dass sich britische Soldaten wegen Mordverdachts in Haft befinden.
Laut der Zeitung "London Evening Standard" dürfte ein Kamerad der Verdächtigen den Behörden Hinweise darauf gegeben haben, dass ein aufständischer Kämpfer in einer Weise bei einem Einsatz der Einheit ums Leben kam, die gegen das Kriegsrecht des Militärs verstoßen habe. Der Getötete habe demnach keine Bedrohung dargestellt und könnte Spekulationen zufolge unbewaffnet gewesen sein.
Ein Sprecher des afghanischen Verteidigungsministeriums reagierte erfreut auf das Bekanntwerden der Festnahmen der britischen Soldaten. "Dies ist ein guter Schritt, der wesentlich dabei helfen kann, Verlusten in Afghanistan vorzubeugen - insbesondere zivilen Opfern", sagte Mohammad Zaher Azimi. Es sei wichtig, dass die britischen und die NATO- Streitkräfte das Kriegsrecht respektieren, betonte der Ministeriumssprecher.