Willkommen | Registrieren | Hilfe | Login
krone.at/Videos kronehat.at krone.at/mobil cookingstars.at

Freier Uni-Zugang für Ministerin Karl "ein Problem"

07.07.2010, 08:04
Freier Uni-Zugang für Ministerin Karl "ein Problem" (Bild: APA/ROBERT JAEGER)
Foto: APA/ROBERT JAEGER
Wissenschaftsministerin Beatrix Karl drängt weiterhin auf eine Neugestaltung der Studieneingangsphasen. "Der freie Hochschuldzugang ist ein Problem. Es hat ja erst kürzlich das Deutsche Zentrum für Hochschulentwicklung festgestellt, dass der freie Hochschulzugang in Österreich ein Problem für die Qualität unserer Universitäten ist", sagte die Ministerin am Dienstagabend.

Sie wolle "qualitative Aufnahmeverfahren", die fair und transparent sind, so Karl in der "ZiB 2". Die Ressortchefin verwies darauf, dass sie sich mit Unterrichtsministerin Claudia Schmied darauf geeinigt habe, bis zum Herbst ein Modell einer neuen Studieneingangsphase zu erarbeiten, bei dem qualitative Aufnahmeverfahren möglich sind - primär in jenen Fächern, wo "Massenandrang" besteht.

Es gehe darum, dass man jenen Studierenden, "die auch wirklich studieren wollen und die ihr Studium auch abschließen wollen", die beste Qualität bieten könne. Einen Numerus Clausus wie in Deutschland halte sie nicht für zielführend. Ob die geplanten Aufnahmeverfahren am Beginn oder erst am Ende der Studieneingangsphase stehen werden, werde Gegenstand der Verhandlungen mit dem Koalitionspartner sein, so die Ministerin.

81 Prozent für Zugangsbeschränkungen

Karl wäre mit Zugangsbeschränkungen voll auf Linie der Bevölkerung. Laut einer kürzlich veröffentlichten Karmasin- Umfrage für das Magazin "profil" plädiert die überwiegende Mehrheit der Österreicher (81 Prozent) für Zugangsbeschränkungen an den heimischen Universitäten. 47 Prozent sind für Aufnahmeprüfungen und Studienbeiträge, 27 Prozent wollen lediglich Aufnahmetests und sieben Prozent wollen nur Studiengebühren. Nur 14 Prozent plädieren für einen freien Uni- Zugang in allen Fächern. Der Rest nannte andere Maßnahmen oder wollte sich nicht festlegen.

Karl tritt (anders als die SPÖ) für Studiengebühren ein und hatte schon im Mai angekündigt, gemeinsam mit dem Koalitionspartner einen Vorschlag für die Neugestaltung der Studieneingangsphase präsentieren zu wollen. Karl plädierte bereits damals für Aufnahmeprüfungen, mit denen die Drop- out- Quote der Studenten gesenkt werden solle. Der im Juni abgeschlossene "Hochschuldialog" hat allerdings keine konkreten Ergebnisse gebracht.

Lesezeichen hinzufügen:
Schließen
Lesezeichen Drucken
0
Du hast einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreibe hier dein Storyposting! Du möchtest mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht dir jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings, bitten wir dich, unsere AGB und Netiquette einzuhalten!
Kommentar schreiben
500 Zeichen frei.
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; 1190 Wien, Muthgasse 2
Krone Multimedia © 2011 Krone.at | Impressum