Sie wolle "qualitative Aufnahmeverfahren", die fair und transparent sind, so Karl in der "ZiB 2". Die Ressortchefin verwies darauf, dass sie sich mit Unterrichtsministerin Claudia Schmied darauf geeinigt habe, bis zum Herbst ein Modell einer neuen Studieneingangsphase zu erarbeiten, bei dem qualitative Aufnahmeverfahren möglich sind - primär in jenen Fächern, wo "Massenandrang" besteht.
Es gehe darum, dass man jenen Studierenden, "die auch wirklich studieren wollen und die ihr Studium auch abschließen wollen", die beste Qualität bieten könne. Einen Numerus Clausus wie in Deutschland halte sie nicht für zielführend. Ob die geplanten Aufnahmeverfahren am Beginn oder erst am Ende der Studieneingangsphase stehen werden, werde Gegenstand der Verhandlungen mit dem Koalitionspartner sein, so die Ministerin.
81 Prozent für Zugangsbeschränkungen
Karl wäre mit Zugangsbeschränkungen voll auf Linie der Bevölkerung. Laut einer kürzlich veröffentlichten Karmasin-Umfrage für das Magazin "profil" plädiert die überwiegende Mehrheit der Österreicher (81 Prozent) für Zugangsbeschränkungen an den heimischen Universitäten. 47 Prozent sind für Aufnahmeprüfungen und Studienbeiträge, 27 Prozent wollen lediglich Aufnahmetests und sieben Prozent wollen nur Studiengebühren. Nur 14 Prozent plädieren für einen freien Uni-Zugang in allen Fächern. Der Rest nannte andere Maßnahmen oder wollte sich nicht festlegen.
Karl tritt (anders als die SPÖ) für Studiengebühren ein und hatte schon im Mai angekündigt, gemeinsam mit dem Koalitionspartner einen Vorschlag für die Neugestaltung der Studieneingangsphase präsentieren zu wollen. Karl plädierte bereits damals für Aufnahmeprüfungen, mit denen die Drop-out-Quote der Studenten gesenkt werden solle. Der im Juni abgeschlossene "Hochschuldialog" hat allerdings keine konkreten Ergebnisse gebracht.
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