Gestrigen-Treffen

FPÖ pilgert nach Absage allein zum Ulrichsberg

Österreich
03.09.2009 16:03
Das Bundesheer hat abgesagt, die Ulrichsberggemeinschaft gab unter dem Druck der Nazi-Devotionalien-Affäre um ihren Geschäftsführer nach - doch die Kärntner FPÖ hält weiterhin an der umstrittenen Ulrichsberg-Tradition fest. Der Abgeordnete Harald Jannach und Ex-Landesparteiobmann Franz Schwager wollen am 20. September, dem ursprünglich geplanten Termin, mit "einigen Freunden" zur Europagedenkstätte gehen.

Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) hatte Ende August die Unterstützung des Bundesheeres für das Treffen untersagt, nachdem bekannt geworden war, dass der Geschäftsführende Obmann der Ulrichsberggemeinschaft, Wolf Dieter Ressenig, NS-Devotionalien im Internet angeboten haben soll. 

Schwager und Jannach bezeichneten den Schritt von Darabos als "unrühmliches politisches Schauspiel" und kritisierten auch BZÖ-Landeshauptmann Gerhard Dörfler, der erklärt hatte, an dem Treffen nicht teilzunehmen, weil es ihm "zu weit rechts" angesiedelt sei. Das blaue Treffen findet nun am 20. September beim Gasthaus "Kollerwirt" statt. Es sei aber keine "eigene Ulrichsberggedenkfeier" geplant, man werde nur zur Gedenkstätte marschieren und dort einen Kranz niederlegen, erklärten Jannach und Schwager.

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