Kinderschänder-Fall
Dutroux-Komplizin darf nach 16 Jahren Haft in ein Kloster
Das Gericht in der wallonischen Stadt Mons hatte sich bereits zum fünften Mal seit 2007 mit einem Antrag Martins auf vorzeitige Haftentlassung beschäftigt. Erst im Mai vergangenen Jahres wurde einem Antrag stattgegeben, der ihre Übersiedlung in ein französisches Kloster vorsah. Weil sich Frankreich jedoch wehrte, scheiterte die Entlassung. Die Pläne hatten für heftige öffentliche Aufregung gesorgt. Besonders die Familien der Opfer waren stets gegen eine Freilassung Martins.
Mädchen entführt, vergewaltigt und sterben lassen
Martin wurde 1996 zusammen mit Dutroux festgenommen und inhaftiert. Dem Paar wurden die Entführung, Gefangenschaft und Vergewaltigung von sechs Mädchen und jungen Frauen und der Tod dreier Opfer zur Last gelegt.
Dutroux wurde für seine Taten zu lebenslanger Haft verurteilt. Martin wurde vor allem angelastet, dass sie zwei der verschleppten Mädchen in einem Kellerverlies verhungern ließ. Die ehemalige Lehrerin, selbst Mutter dreier Kinder von Dutroux, versperrte eigenhändig die Tür, hinter der die beiden achtjährigen Mädchen qualvoll starben, wie sie im Prozess aussagte.







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