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Diskontmarkt bespitzelt Gespräche der Mitarbeiter
Diskontmarkt bespitzelt Gespräche der Mitarbeiter (Bild: AFP)
"Frau M. macht pünktlich Pause, obwohl sie noch nicht viel geschafft hat. Sie spricht mit Frau L. über Gehälter, Zuschläge und bezahlte Überstunden und hofft, dass ihr Gehalt schon gutgeschrieben wurde, weil sie heute noch Geld benötigt (Grund?)".

Hunderte solche Protokolle ließ die deutsche Diskonterkette Lidl voriges Jahr angeblich anfertigen. Die Überwachung der Mitarbeiter erfolgte über Minikameras, die offiziell dem Schutz vor Ladendieben dienten.

So wurde bespitzelt, wer wann wie lange auf die Toilette ging, was im Pausenraum gesprochen wurde, wessen Prepaid- Handy kein Guthaben mehr hatte, wer Drogenabhängige im Bekanntenkreis hatte usw.

Der Konzern bestätigte die Existenz der Protokolle und erklärte, sie dienten der "Feststellung eventuellen Fehlverhaltens"...

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