Was sind das nur für Menschen, die blutigen Al- Kaida- Terror verherrlichen, sich für Anschläge starkmachen und zu Terror- Kämpfern ausbilden lassen? Fragen, auf die der Anführer des inhaftierten Trios selbst stolz Auskunft gibt. In einem Interview für das Magazin "Datum" sprach der verdächtige Mohamed (22) eitel über sein Weltbild. Ansichten, die das Psychogramm wirrer Islamisten widerspiegeln.
Die Wurzeln der drei Seltsam- Islamisten mit österreichischer Staatsbürgerschaft reichen nach Ägypten und ins tiefste Pakistan. Allein ihre Vorstellung von Demokratie ist krank. "Wir möchten festhalten, dass die Teilnahme an den Wahlen islamisch verboten ist", heißt es in ihrer Grundsatzschrift. Ein Aufruf zum Wahlboykott der Nationalratswahlen folgte. Weiters protestieren die Radikalisten gegen Musik im Islam. "Als ich jünger war, habe ich arabische Musik gehört. Es ist Zeitverschwendung", so Mohamed.
Besonders entlarvend: die Verherrlichung der Taliban und deren Frauenbild. Ausgerechnet die afghanischen Fundamental- Islamisten gelten als "Vorbild der perfekten Gesellschaft". Eine Gesellschaft, in der Frauen nur in der Burka (dem Ganzkörperschleier) leben dürfen...
Zudem zeigt sich auf den Internetseiten des Wiener "Terror- Trios" eine Verherrlichung von Anschlägen. Nur dank der wachen Augen der Verfassungsschützer und des militärischen Nachrichtenamtes gelang es, Propaganda- Videos und Internet- Rekrutierungen für die Al- Kaida aufzudecken. Schließlich war Anführer Mohamed selbst zwei Monate im Irak. Vermutlich in einem Al- Kaida- Camp!
Auszüge aus der Website der Islamisten sowie die Drohung per Video im Wortlaut findest du in der Infobox!
Deshalb stellte auch der Generaldirektor für öffentliche Sicherheit klar: "Das war kein Lausbubenstreich. Es handelt sich um schwere Straftaten. Es war höchst an der Zeit, diese drei aus dem Verkehr zu ziehen!" Ebenfalls aus dem Verkehr gezogen wurde jener Komplize, der von Kanada aus Terror- Mails um den Globus geschickt hat.
Leiter und autoritärer Prediger in einer Wiener Moschee sowie Herausgeber einer fundamentalistischen Zeitschrift: Auch Shawki M. (57), der Vater des Terror- Verdächtigen Mohamed, ist bei den Verfassungsschützern kein Unbekannter. Der Verhaftete ist in einem radikalen Umfeld aufgewachsen.
"Mohamed befindet sich in einer Kluft zwischen autoritärer Familie und liberaler Schulerziehung. Er ist praktisch von Kindheit an mit einer sehr fundamentalistischen Gesinnung erzogen worden", so ein arabischer Terror- Experte, der die in Wien- Fünfhaus lebende Familie und den 57- jährigen Vater Shawki schon seit langem persönlich kennt.
"Der Vater nutzte damals interne Machtkämpfe in der Alsahaba- Moschee in der Wiener Lindengasse, um an die Spitze der Hierarchie zu gelangen. Jahrelang leitete er die Moschee, predigte und war zudem Herausgeber einer fundamentalistischen Zeitschrift", so der Informant.
Seit dieser Zeit soll der 57- Jährige (für ihn gilt die Unschuldsvermutung)von mehreren Geheimdiensten, darunter auch vom österreichischen Verfassungsschutz, als Fundamentalist eingestuft worden sein. "Der Mann ist womöglich immer noch der Ansicht, dass man den Westen mit Gewalt bekämpfen muss." Erst im Laufe der Jahre verlor Shawki immer mehr an Macht - bis er sich zurückzog. Ob er von den Kontakten und Machenschaften seines Sohnes gewusst hat, kann der arabische Experte nicht bestätigen.
Von Christoph Matzl, Klaus Loibnegger
Foto: (c) Kronen Zeitung