In einem weiteren Schritt hätten sie das
Angesicht "verjüngt". Das Ergebnis sei das Bildnis eines
etwa Zwölfjährigen, mit "heiterem Gesichtsausdruck"
und leicht gelockten Haaren und sehr femininen Zügen. Es
erinnere an Bilder von Dürer, so die Zeitung "Corriere della
Sera".
Grabtuch: echt oder nicht?
Das über vier Meter lange und gut ein Meter
breite Grabtuch, das im Dom von Turin verwahrt wird, zeigt der
Überlieferung zufolge einen Abdruck von Gesicht und Körper
des gekreuzigten Jesu. Über die Echtheit wird seit Jahrzehnten
spekuliert. Zwar haben Analysen aus dem Jahr 1988 ergeben, dass
das Tuch vermutlich aus dem Mittelalter stammt, Millionen von
Gläubigen sind aber überzeugt von dessen Echtheit.
Mikrobiologen unterstützen diese Überzeugung:
Die Wissenschafter sind zu der Auffassung gekommen, dass das Gewebe
"fast sicher" aus der Zeit Christi stamme. Und israelische Forscher
hatten bei Untersuchungen Pollen und Pflanzenabdrücke gefunden,
die es um diese Zeit ausschließlich im Nahen Osten gegeben
haben soll.