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Bombenanschlag bringt ganz Athen zum Erzittern

28.12.2009, 09:22
Bombenanschlag bringt ganz Athen zum Erzittern
Eine starke Explosion vor dem Gebäude der Nationalbank und der National- Versicherungen hat am späten Sonntagabend in Athen Zehntausende Menschen aus dem Schlaf gerissen. Die Polizei konnte den Tatort nach einem anonymen Hinweis absperren, Verletzte oder Tote gab es nicht. An dem Gebäude entstand erheblicher Sachschaden. Die Behörden vermuten hinter dem Anschlag linke Gruppierungen.

Der anonyme Warnanruf ging bei der linksliberalen Zeitung "Eleftherotypia" ein. Wie das Blatt auf seiner Internet- Seite berichtete, gaben die Terroristen den Behörden etwa 15 Minuten Zeit, Passanten und Sicherheitspersonal aus dem Gebäude zu bringen. Die Detonation hallte durch fast ganz Athen. "Es war ein tiefes Dröhnen", sagte ein Einwohner aus dem Stadtteil Omonoia, der etwa zweieinhalb Kilometer vom Tatort entfernt liegt.

Ständig Ausschreitungen und Angriffe

Seit dem Tod eines 15- Jährigen durch eine Polizeikugel im Dezember 2008 kommt Athen nicht zur Ruhe. Wochenlang gab es gewaltsame Straßenproteste, bei denen Dutzende Geschäfte von Vermummten zerstört wurden. Im Juni wurde ein Polizist ermordet. Bei verschiedenen Angriffen wurden weitere sieben Polizisten von schwer bewaffneten Extremisten zum Teil lebensgefährlich verletzt. Außerdem gab es mehrere Bombenanschläge auf Polizeistationen, einen Polizeibus sowie Banken und staatliche Einrichtungen.

"Stadtguerilla" will Staat destabilisieren

Zu den Taten bekannten sich die linken Gruppen "Volksaktion", "Revolutionärer Kampf" und "Sekte der Revolutionäre". In ihren Schreiben bezeichneten sie sich als "Stadtguerilla" und kündigten weitere Aktionen dieser Art an, um - wie sie sagen - den Staat zu destabilisieren.

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