Laut einem Arzt, der Neda zu retten versuchte, war die junge Frau innerhalb von zwei Minuten tot. Der Arzt war es auch, der das Video, von dem die Bilder stammen, im Internet hochlud. So wurde "Neda" zur Symbolfigur. Es wurden bereits Plakate mit ihrem blutüberströmten Gesicht in den Händen der Demonstranten gesehen.
Die Redaktion von krone.at hat sich dazu entschlossen, das Video aufgrund der äußerst grausamen Szenen, die den Todeskampf der jungen Frau zeigen, nicht zu veröffentlichen.
Die Protestbewegung im Iran organisiert sich weitgehend über Internet und Mobiltelefon. Allerdings versuchen die Machthaber rund um Präsident Mahmoud Ahmadinejad auch hier zu intervenieren. Augenzeugen berichten, dass immer am Nachmittag zur Demo- Zeit weder Festnetz- noch Mobiltelefone in Teheran funktionieren. Die Sat- TV- Anlagen, die im Iran eigentlich verboten, aber trotzdem auf jedem Dach montiert sind, funktionieren seit einer Woche nicht mehr. Sie werden ganz offensichtlich von der Regierung gezielt gestört.