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Banker zweigte in Eisenstadt mehr als 8 Millionen Euro ab

30.12.2010, 13:28
Banker zweigte in Eisenstadt mehr als 8 Millionen Euro ab (Bild: APA/FRANZ NEUMAYR)
Foto: APA/FRANZ NEUMAYR
Ein Mitarbeiter der Oberbank in Eisenstadt hat offenbar mehr als zwei Jahre lang Kunden und Bank um Summen in Millionenhöhe geprellt - nun sitzt er in Untersuchungshaft. Wie jetzt bekannt wurde, schlossen sich die Gefängnistore am 23. Dezember hinter ihm. Er soll nach derzeitigem Ermittlungsstand insgesamt 8,25 Millionen Euro abgezweigt und in eine Firma in Ungarn gesteckt haben, bestätigte Staatsanwältin Theresia Schneider- Ponholzer im Gespräch mit burgenland.krone.at.

Vermutlich bereits im Mai 2008 dürfte der Mann mit seiner Malversation begonnen haben, erst im Dezember dieses Jahres stieß man dann bei der Eisenstädter Oberbank- Filiale auf Unregelmäßigkeiten. Der langjährige Angestellte wurde daraufhin noch im Dezember fristlos entlassen und angezeigt.

Vertrauen der Kunden missbraucht

Der Vorwurf gegen den Banker wiege schwer, gegen ihn wird wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs ermittelt, teilte Staatsanwältin Schneider- Ponholzer mit. Er dürfte an größere Geldbeträge von Konten bzw. Wertpapierdepots seiner Kunden gekommen sein, indem er ihnen Unterschriften für Blankoüberweisungen entlockte oder die Signaturen gleich fälschte. Das Geldinstitut mit Sitz in Linz versicherte gleich nach Bekanntwerden des Betrugs, es sei für derartige Fälle versichert: "Es ist sichergestellt, dass die betroffenen Kunden keinen finanziellen Schaden erleiden."

War Banker Opfer einer Erpressung?

Bei seiner Einvernahme gab der Mann laut Staatsanwaltschaft an, die abgezweigten Gelder zur Finanzierung diverser Unternehmungen in Ungarn, unter anderem einer Diskothek und eines Friseursalons, verwendet zu haben. Kurioses Detail: Der Banker soll auch von einer Erpressung gesprochen haben, näheres dazu konnte die Staatsanwaltschaft jedoch noch nicht sagen, die Ermittlungen befänden sich erst am Anfang, hieß es am Donnerstag gegenüber burgenland.krone.at.

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