Vermutlich bereits im Mai 2008 dürfte der Mann mit seiner Malversation begonnen haben, erst im Dezember dieses Jahres stieß man dann bei der Eisenstädter Oberbank- Filiale auf Unregelmäßigkeiten. Der langjährige Angestellte wurde daraufhin noch im Dezember fristlos entlassen und angezeigt.
Der Vorwurf gegen den Banker wiege schwer, gegen ihn wird wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs ermittelt, teilte Staatsanwältin Schneider- Ponholzer mit. Er dürfte an größere Geldbeträge von Konten bzw. Wertpapierdepots seiner Kunden gekommen sein, indem er ihnen Unterschriften für Blankoüberweisungen entlockte oder die Signaturen gleich fälschte. Das Geldinstitut mit Sitz in Linz versicherte gleich nach Bekanntwerden des Betrugs, es sei für derartige Fälle versichert: "Es ist sichergestellt, dass die betroffenen Kunden keinen finanziellen Schaden erleiden."
Bei seiner Einvernahme gab der Mann laut Staatsanwaltschaft an, die abgezweigten Gelder zur Finanzierung diverser Unternehmungen in Ungarn, unter anderem einer Diskothek und eines Friseursalons, verwendet zu haben. Kurioses Detail: Der Banker soll auch von einer Erpressung gesprochen haben, näheres dazu konnte die Staatsanwaltschaft jedoch noch nicht sagen, die Ermittlungen befänden sich erst am Anfang, hieß es am Donnerstag gegenüber burgenland.krone.at.