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Bär im Berliner Zoo ausgebrochen

30.08.2004, 12:13
Bär im Berliner Zoo ausgebrochen
Im Berliner Zoo ist am Sonntag ein Bär ausgebrochen. Der 110 Kilogramm schwere Brillenbär "Juan", der aufgerichtet etwa zwei Meter groß ist, konnte schließlich auf einem Kinderspielplatz von einem alarmierten Tierarzt betäubt und ins Gehege gebracht werden, sagte Zoo- Direktor Jürgen Lange.
Der Zoo wurde zwar nicht evakuiert, doch durften während des Vorfalls am Nachmittag auch keine neuen Besucher mehr hinein. Zwischen Freigehege und Besucherbereich ist ein Wassergraben, der durch eine etwa zwei Meter hohe Mauer begrenzt wird.
 
Das 19 Jahre alte Tier hatte einen Ast ins Wasser geworfen, sich daran abgestützt und mit einer Tatze an der Mauer hochgezogen, schilderte Lange. Danach lief der Bär auf den Wegen herum bis zum Kinderspielplatz, wo es vom Tierarzt eingefangen werden konnte.
 
Panik hat es unter den Zoo- Besuchern offenbar nicht gegeben. Auf die Frage, ob die Besucher in Gefahr gewesen seien, sagte der Zoo- Direktor: "Schmusetiere sind Bären nicht gerade. Ich würde sie nicht in den Arm nehmen." Aber die Tiere seien von sich aus nicht aggressiv, in Fällen wie jetzt nur neugierig und nervös. Fehler würden beim Zusammentreffen mit Menschen meist beide Seiten machen.
 
Erst vor einiger Zeit war im Zoo ein Gorilla ausgebrochen und gleich wieder eingefangen worden. "Ein dummer Zufall", meinte Lange dazu. Sicherheitsfehler seien nicht erkennbar. Die Bärenanlage stamme aus den 60er Jahren, es sei dort nie etwas Vergleichbares passiert.
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