Der Zoo wurde zwar nicht evakuiert, doch durften
während des Vorfalls am Nachmittag auch keine neuen Besucher
mehr hinein. Zwischen Freigehege und Besucherbereich ist ein Wassergraben,
der durch eine etwa zwei Meter hohe Mauer begrenzt wird.
Das 19 Jahre alte Tier hatte einen Ast ins Wasser
geworfen, sich daran abgestützt und mit einer Tatze an der
Mauer hochgezogen, schilderte Lange. Danach lief der Bär
auf den Wegen herum bis zum Kinderspielplatz, wo es vom Tierarzt
eingefangen werden konnte.
Panik hat es unter den Zoo- Besuchern offenbar nicht
gegeben. Auf die Frage, ob die Besucher in Gefahr gewesen seien,
sagte der Zoo- Direktor: "Schmusetiere sind Bären nicht gerade.
Ich würde sie nicht in den Arm nehmen." Aber die Tiere seien
von sich aus nicht aggressiv, in Fällen wie jetzt nur neugierig
und nervös. Fehler würden beim Zusammentreffen mit Menschen
meist beide Seiten machen.
Erst vor einiger Zeit war im Zoo ein Gorilla ausgebrochen
und gleich wieder eingefangen worden. "Ein dummer Zufall", meinte
Lange dazu. Sicherheitsfehler seien nicht erkennbar. Die Bärenanlage
stamme aus den 60er Jahren, es sei dort nie etwas Vergleichbares
passiert.