Krawallnacht

Ausschreitungen bei Techno-Parade in Bern

Ausland
26.05.2013 10:37
Bei einer Techno-Parade in der Schweizer Hauptstadt Bern ist es in der Nacht zum Sonntag zu Ausschreitungen zwischen gewaltbereiten Teilnehmern und Polizisten gekommen. Während die meisten der rund 7.000 Teilnehmer des Umzugs "Tanz dich frei" friedlich feierten, versuchte eine Gruppe vermummter Demonstranten immer wieder, Absperrungen vor dem Parlament zu durchbrechen. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein. Einige Demonstranten warfen Flaschen und Böller auf Beamte. Rund 20 Personen wurden verletzt.

Während der gesamten Nacht kam es immer wieder zu kleineren Scharmützeln zwischen Sicherheitskräften und Vermummten. In der Berner Innenstadt wurden zahlreiche Schaufensterscheiben eingeworfen und Teile der Auslagen geplündert. Laut Polizei entstand erheblicher Sachschaden.

Parade mit rund 7.000 Teilnehmern größtenteils friedlich
Der Umzug hatte am Abend begonnen. Die Menschenmenge tanzte in der Innenstadt zwischen Lautsprecherwagen zu Techno-Musik. Die Polizei sprach von 7.000 Teilnehmern. Die Parade wurde bereits zum dritten Mal von einer anonymen Gruppe über das Online-Netzwerk Facebook organisiert.

Die Veranstalter der Parade fordern das Recht zum Feiern und wenden sich gegen die Gentrifizierung von Teilen der Stadt Bern, in denen die Mietpreise stark gestiegen sind und alternative Bevölkerungsgruppen zunehmend verdrängt werden. Die Organisatoren hatten gewaltbereite Demonstranten aufgefordert, der Parade fernzubleiben.

Polizei war auf Randalierer vorbereitet
Zwar tolerieren die Behörden die an sich ungenehmigte Veranstaltung. Nachdem 2012 einige Teilnehmer das Parlamentsgebäude mit Farbe besprüht hatten, hatte sich die Polizei in diesem Jahr aber verstärkt auf Randalierer eingestellt.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
26.05.2013 10:37
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung