Im größten Hörsaal des Landes steht ab 08.30 Uhr statt Besetzung "Rechts- und Verfassungsgeschichte der neueren Zeit - Geschichte des öffentlichen Rechts" auf dem Programm. Insgesamt haben die Hörsaalbesetzungen die Uni 1,5 Millionen Euro gekostet. Nach wie vor soll es einen verstärkten Sicherheitsdienst geben. An den Bibliotheken herrscht ebenfalls wieder Normalbetrieb, auch in den Hörsälen am Campus im Alten AKH sollen Vorlesungen stattfinden.
Die protestierenden Studenten haben sich nach eigenen Angaben mit dem Rektorat auf einen Kompromiss geeinigt, wonach sie den Hörsaal C1 außerhalb der Lehrveranstaltungszeit sowie das Foyer dauerhaft nutzen dürfen. Zudem sei ihnen der Aula- Saal im Hof 1 des Universitätscampus als Arbeitsraum dauerhaft zugesichert worden. "Dieses Angebot" sei im Abendplenum des C1 "mit einer deutlichen Mehrheit" angenommen worden, hieß es in der Aussendung.
Neben den letzten Vorlesungen des Wintersemesters finden in den kommenden Wochen auch viele Semester- Abschlussprüfungen statt. Das Audimax ist dabei von 8 Uhr bis 21 Uhr fast durchgängig belegt. Die Wiederaufnahme des "Normalbetriebs" ist laut Uni "wichtig und notwendig, um für die vielen betroffenen Studierenden einen geordneten Semesterabschluss zu ermöglichen und damit einen erfolgreichen Studienfortgang sicherzustellen", hieß es.
Die Schadenssumme von insgesamt 1,5 Millionen Euro ergibt sich aus Aufwendungen für Ersatzräumlichkeiten sowie für Sicherheitsmaßnahmen. Außerdem mussten diverse Schäden behoben und verschwundene Ausstattungsgegenstände ersetzt werden. In den beiden Weihnachtswochen wurden zuletzt noch rund 150.000 Euro für die Grundreinigung der Räume sowie die Hörsaaltechnik aufgewendet.