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30.05.2016 - 14:35
Foto: APA/AFP/STRINGER

Auch Slowenien begrenzt die Einreise von Migranten

15.02.2016, 10:37

Slowenien begrenzt ab sofort die Einreise von Flüchtlingen. Laut dem Innenministerium in Laibach erfolge die Maßnahme aufgrund der von Österreich angekündigten Flüchtlingsobergrenze. Kroatien sei über die Pläne Sloweniens informiert worden, hieß es.

Laut dem slowenischen Fernsehen sollen ab Montag weniger Flüchtlinge einreisen dürfen, sodass täglich nur noch 1000 Flüchtlinge die Grenze nach Österreich passieren würden. Mit diesem Schritt erscheint es nun durchaus möglich, dass die Obergrenze von 37.500 Asylwerbern in Österreich gar nicht erreicht wird. Fraglich ist nun, wie sich die anderen Länder entlang der Balkan- Route verhalten werden.

Serbien droht mit Grenzschließung

Denn nach Mazedonien droht nun auch Serbien, seine Grenzen zu schließen. Durch die Maßnahmen anderer Länder werde Belgrad in eine schwierige Situation versetzt, erklärte Außenminister Ivica Dacic am Montag. Wenn nach der Ankündigung Österreichs, heuer nur 37.500 Flüchtlinge aufnehmen zu wollen, auch Slowenien und Kroatien nachziehen, wäre Serbien gezwungen, seine Grenzen ebenfalls zu schließen. "Wir haben keine Möglichkeit, so viele Menschen bei uns aufzunehmen", sagte Dadic.

Österreich sagt Mazedonien Hilfe zu

Mazedonien hatte letzte Woche erklärt, den Flüchtlingsstrom an der Grenze zu Griechenland stoppen zu wollen. Als Transitland werde man nur noch so viele Flüchtlinge ins Land lassen, wie von den nördlichen EU- Staaten aufgenommen werden, sagte Außenminister Nikola Poposki am Freitag nach einem Treffen mit seinem österreichischen Amtskollegen Sebastian Kurz in Skopje. Kurz erklärte: "Mazedonien muss darauf vorbereitet sein, den Zustrom vollständig zu stoppen, weil es das erste Land nach Griechenland ist." Österreich wolle das Balkanland in Form von Polizei oder Militär, aber auch mit Ausrüstung unterstützen. 

Flüchtlinge an der griechisch-mazedonischen Grenze
Foto: APA/AFP/ROBERT ATANASOVSKI

Der Flüchtlingsandrang nach Europa hat sich zuletzt wieder zugespitzt. Wie das UN- Flüchtlingshilfswerk am Montag mitteilte, haben seit Jahresbeginn 76.607 Migranten aus der Türkei auf die griechischen Inseln in der Ostägäis übergesetzt. Die meisten von ihnen waren Syrer.

Zweiter Hotspot in Griechenland fertig

In Griechenland wurde unterdessen das zweite von fünf Registrierzentren für Migranten fertiggestellt, wie die halbstaatliche Sponsor- Gesellschaft Hellenic Petroleum (HELPE) am Sonntagabend mitteilte. Sie hatte bedeutend zum Bau des Hotspots auf der Insel Chios beigetragen, das Zentrum soll deshalb den Namen "HELPE Village" tragen.

Flüchtlinge in Griechenland
Foto: AP

Der Hotspot befindet sich in den Anlagen einer ehemaligen Fabrik in der Nähe des Flughafens. Das Zentrum habe eine Aufnahmekapazität von knapp 1100 Menschen, teilte HELPE mit. Das Unternehmen habe 67 Containerwohnungen aufgestellt und die Kanalisation sowie die Wasser- und die Elektrizitätsversorgung in Zusammenarbeit mit Militär und Behörden sichergestellt.

Auf Leros entsteht ein weiterer Hotspot.
Foto: AP

Drei weitere Zentren noch im Bau

Das Registrierzentrum von Chios ist nach dem auf Lesbos das zweite, das in Griechenland in Betrieb genommen wird. Drei weitere Hotspots auf den Inseln Samos, Leros und Kos sind noch im Bau. Griechenland ist in Verzug: Die fünf Zentren hätten eigentlich bereits Ende 2015 fertig sein sollen.

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15.02.2016, 10:37
AG/red
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