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19.09.2009, 19:59
Anschlag auf Parteizentrale der FPÖ Kärnten
Anschlag auf Parteizentrale der FPÖ Kärnten (Bild: APA/Gert Eggenberger)
Eingeschlagene Scheiben, zerplatzte Farbbeutel, zerstörte Möbel - Unbekannte haben in der Nacht auf Samstag die Parteizentrale der Kärntner FPÖ am Feldmarschall-Konrad-Platz in Klagenfurt verwüstet. "Ich bin fassungslos", sagte der geschäftsführende Landesparteichef Harald Jannach in einer ersten Reaktion. Es sehe aus "wie nach einem Bombenangriff".

Gewalt sei, so Jannach, keine Lösung. In einer Demokratie müssten andere Wege gefunden werden, seine Meinung zu äußern. Er vermutet hinter dem Anschlag "linke Demonstranten", die sich im Vorfeld des eigentlich abgesagten Ulrichsbergtreffen am Sonntag in Klagenfurt aufhalten und "antifaschistische Aktionstage" veranstalten.

Trotz der Absage des umstrittenen Heimkehrertreffens will die Kärntner FPÖ am Sonntag auf den Ulrichsberg wandern und einen Kranz niederlegen. Die Polizei ermittelt, ob es einen Zusammenhang zwischen der Kranzniederlegung und dem Anschlag auf die Parteizentrale gibt.

Demonstrant bei Kundgebung festgenommen

Bei einer kleinen Kundgebung am Freitagabend im Klagenfurter Zentrum wurde ein Demonstrant vorübergehend festgenommen. Die Gedenkstätte am Ulrichsberg wurde von Aktionisten mit rosaroten Luftballons behängt.

Seit jeher heftige Debatten
Die Gedenkstätte auf dem Ulrichsberg war über Initiative des damaligen Klagenfurter ÖVP-Vizebürgermeisters Blasius Scheucher errichtet und im Jahre 1959 eröffnet worden. Seit Jahrzehnten schwelen Debatten um das Treffen, da immer wieder Rechtsradikale und Ex-Nazis teilgenommen hatten.

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