Affen sind ähnlich wie viele Männer durch Bilder von weiblichen Hinterteilen ansprechbar. Nach Erkenntnissen von US- Forschern "zahlen" sie sogar für Blicke auf sexuell interessante Artgenossen, wie das Magazin "Nature" berichtet.
Rhesusaffen hätten in einer Studie derDuke-Universität in Durham (US-Staat North Carolina) bereitwilligFruchtsaft dafür hergegeben, dass sie Bilder von Hinterteilenweiblicher sowie von Gesichtern dominanter männlicher Artgenossensehen konnten.
Bei der Versuchsreihe wurden die Rhesusaffen vordie Wahl gestellt, entweder eine große Menge Kirschsaftohne Bilder oder eine kleinere Saftmenge bei gleichzeitiger Möglichkeitzur Betrachtung der Fotos zu bekommen. "Praktisch alle Affen gebenFruchtsaft ab, um dafür ein weibliches Hinterteil anzuschauen",resümierte der an dem Projekt beteiligte Neurobiologe RobertDeaner. "Sie schätzen diese Bilder wirklich sehr."
Bei dem Phänomen handele es sich allerdingsnicht um "Affen- Pornografie". Vielmehr gehe es darum, dass dieTiere darauf eingestellt seien, die sexuelle Bereitschaft potenziellerPartner zu prüfen. Auch in der Wildnis würden Affenstets darauf schauen, welche Weibchen sexuell ansprechend sind,und zugleich das Benehmen der Führungsaffen beobachten. Dieim Fachjournal "Current Biology" veröffentlichte Affenstudiekönnte nach Ansicht Deaners auch helfen, die Anziehungskraftvon Fotos der Schönen und Reichen in Glamourmagazinen aufviele Menschen zu erklären.
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