Reicher Kindersegen

Achtlingsmutter hat bereits sechs Kinder

Ausland
30.01.2009 14:42
Viel Arbeit wartet offenbar auf jene Frau, die am vergangenen Montag in der Nähe von Los Angeles acht gesunde Bays zur Welt gebracht hat. Denn die Achtlinge sind nicht ihre einzigen Kinder, zuhause warten weitere sechs Wonneproppen auf die Frau, die weiterhin anonym bleiben möchte. Sie soll gleichlautenden Medienberichten bereits Kinder im Alter von 7, 6, 5, 3 und 2 Jahren haben – darunter auch Zwillinge!

In ihrer ersten offiziellen Stellungnahme, von der behandelnden Ärztin Karen Maples verlesen, erklärte die Mutter, dass man Verständnis für die große Neugier wegen der Achtlinge habe, jedoch auch um Verständnis für den Bedarf nach Privatsphäre bitte. "Zu gegebener Zeit werden wir der Öffentlichkeit mehr Details über diese unglaubliche Erfahrung zukommen lassen", so die 33-Jährige.

Ein "Wunder der Natur" war die Schwangerschaft mit den Achtlingen übrigens nicht, wie die Ärzte am Kaiser Permanente Medical Center in Bellflower bei Los Angeles mitteilten. Demnach hat sich die Frau - offenbar erfolgreich - einer Fruchtbarkeitsbehandlung unterzogen. Dass daraus gleich acht Babys resultieren würden, habe man vonseiten der Familie aber niemals für möglich gehalten.

Frau lehnte "Reduktion" der Föten ab
Für die behandelnden Ärzte ergab sich durch die Mehrlingsschwangerschaft indes auch ein großes Risiko. Trotz der unerwartet hohen Babyzahl habe sich die werdende Mutter aber nicht zu einer sogenannten Reduktion der Ungeborenen entschlossen, sondern alle Kinder austragen wollen, sagte der Arzt Harold Henry. "Was hätte sie denn auch tun sollen? Sie hat eben abgelehnt, sie zu töten", erklärte dazu die Großmutter der Achtlinge, Angela Suleman, gegenüber der "Los Angeles Times".

Großvater: "Familie wird schwerer zu finden sein"
Die Identität der nunmehr 14-fachen Mutter wird indes weiterhin geheim gehalten. Bekannt wurde am Donnerstag lediglich, dass sie "ziemlich jung" sei und mit ihren Kindern bei ihren Eltern lebe, wie ein Bekannter der Familie dem Sender CBS sagte. Medien belagerten daraufhin das Haus Familie in der Stadt Whittier. Zu sehen war dort aber lediglich der Großvater, der ankündigte, die Familie werde für Journalisten schwerer zu finden sein, sobald die Achtlinge aus dem Krankenhaus entlassen seien. "Wir haben ein großes Haus, nicht hier", sagte der Mann, "ihr werdet niemals wissen, wo es ist."

Kritik von Ethikern und Medizinern
Mehrere Mediziner und Ethiker meldeten sich inzwischen kritisch zu Wort und erklärten ihr Unbehagen über den ungewöhnlichen Fall. Nach den Richtlinien der Amerikanischen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin sollen nämlich bei Frauen unter 35 Jahren maximal zwei Embryonen eingesetzt werden, um das Risiko für die Mutter und die Babys in engen Grenzen zu halten. Diese Richtlinie sei in dem Fall nicht eingehalten worden.

Harold Henry verwehrte sich zumindest für seine Kollegen vom Kaiser Permanente Medical Center gegen diese Kritik. "Wir wollen immer die bestmögliche Behandlung für unsere Patienten gewährleisten, egal, wie Umstände sind. Ich erkläre die Fakten und zeige die Risiken auf, entscheiden muss aber der Patient", erklärte der Arzt. Die Fruchtbarkeitsbehandlung sei jedenfalls nicht in seinem Krankenhaus durchgeführt worden.

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