Das Tageshoch erreichte der ATX zu Handelsbeginn mit 2.469,99 Zählern. Das Tagestief lag knapp vor 17 Uhr bei 2.215,06 Zählern. In Wien fielen die Verluste damit im internationalen Vergleich erneut besonders stark aus.
Der Wiener Markt gilt unter Experten wegen seiner geringen Größe und dem Osteuropa- Engagement vieler heimischer Unternehmen trotz der teilweise attraktiven Bewertungen als besonders von der Krise betroffen.
"Wir sind körperlich schon ziemlich am Ende", berichtete ein Aktienhändler. Fundamentale wirtschaftliche Faktoren würden mittlerweile überhaupt keine Rolle mehr spielen, hieß es am Markt. Die Devise am Markt laute derzeit "nur mehr Angst und raus", sagte ein anderer Händler.
Auch an anderen europäischen Börsen ging die Talfahrt am Mittwoch ungebremst weiter. Die überraschende, konzertierte Leitzinssenkung mehrerer Notenbanken hatte den Absturz der Börsen am Nachmittag nur kurzfristig gebremst. Analysten hatten die Zinssenkungen in ersten Reaktionen zwar als notwendigen ersten Schritt begrüßt. Nun müssten aber noch weitere Zinsschritte folgen, meinten mehrere Experten in einer ersten Einschätzung. Nach einer kurzen Atempause ging es auch mit den Aktienbörsen wieder rasch nach unten.