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793.469 Steirer sind am 21. März zur Urne gerufen

18.03.2010, 16:27
793.469 Steirer sind am 21. März zur Urne gerufen
Exakt 793.469 Wahlberechtigte sind am 21. März zur Stimmabgabe bei den Gemeinderatswahlen berechtigt. Außer in der Landeshauptstadt Graz sowie in Trieben - wo außerplanmäßig gewählt wurde - wird in insgesamt 540 Kommunen zur Urne geschritten. Insgesamt gibt es (inklusive der schon im Herbst 2009 erfolgten Wahl in Trieben) 793.496 Wahlberechtigte (2005: 779.895). 407.891 Frauen, also rund 51 Prozent, und 385.578 Männer, davon 17.217 EU- Bürger (2005: 9.241).

Die höhere Zahl an stimmberechtigten EU- Bürgern sei auf die Erweiterung der Union um einige Staaten zurückzuführen. Auslandsösterreicher sind bei der Wahl nicht stimmberechtigt. Wählen darf man ab 16 Jahren, mit Stichtag am Wahltag.

Erste Wahllokale öffnen um 6.00 Uhr

Am Wahltag öffnen die ersten Wahllokale schon um 6.00 Uhr, die meisten schließen zwischen 12.00 und 14.00 Uhr, die letzten um 15.00 Uhr. Mit einem vorläufigen Ergebnis könne man gegen 15.30 Uhr rechnen, gegen 18.00 Uhr werde man ziemlich exakt das vorläufige Endergebnis - inklusive Trieben - haben, so Manfred Kindermann von der Landeswahlbehörde. Am 21. März sind in den Wahlsprengeln rund 19.500 Menschen ehrenamtlich im Einsatz, geleistet werden rund 120.000 Arbeitsstunden.

Vorgezogene Stimmabgabe als Renner

Die Möglichkeit zur vorgezogenen Stimmabgabe gab es am Freitag, dem 12. März. Insgesamt waren es 42.101 Wähler, die bereits ihre Stimme abgegeben haben. Das sind 5,31 Prozent der Wahlberechtigten - also gleich um 70 Prozent mehr als 2005. Weiters kommen heuer fliegende Wahlkommissionen zum Einsatz, außerdem konnten in jeder Gemeinde bis 17. März Wahlkarten schriftlich, bis 19. März mündlich beantragt werden.

SPÖ auf Listenplatz eins

Im Jahre 2005 wurden in 541 Gemeinden - damals in allen außer Graz - insgesamt 1.586 Wahlvorschläge eingebracht, diesmal sind es 1.613. Die SPÖ ist laut Landtagswahlergebnis 2005 am Listenplatz eins, dies in 507 Gemeinden. Die am zweiten Listenplatz geführte ÖVP tritt in 539 Gemeinden an, die KPÖ als dritte in der Liste in 25 Kommunen. Die Grünen als vierte in der Liste stehen in 86 Orten zur Wahl. Die FPÖ tritt in 273 Gemeinden an, das BZÖ in 54, sonstige Listen stehen in 129 Gemeinden (2005: 118) zur Disposition.

Freiheitliche in Hälfte der Gemeinden vertreten

Wieder in fast allen Gemeinden treten die beiden Großparteien ÖVP und SPÖ an, die ÖVP mit einer Ausnahme - Nestelbach im Ilztal - flächendeckend, die SPÖ mit einigen Lücken. Die Freiheitlichen, die seit der letzten Gemeinderatswahl die Abspaltung des BZÖ und den verpassten Wiedereinzug in den Landtag verdauen mussten, sind in etwas mehr als der Hälfte aller Kommunen vertreten. Grüne und Kommunisten haben ihr Netz etwas verdichtet.

Doppelt Wählbare

Einige Politiker haben heuer gleich zwei Wahlen (Gemeinderat, Landtag) zu schlagen: Werner Breithuber, Detlef Gruber und Ewald Persch (SPÖ) sowie Karl Lackner, Ernst Gödl und Erwin Dirnberger (ÖVP) sind Bürgermeister und Landtagsmandatare in Doppelfunktion.

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