Die höhere Zahl an stimmberechtigten EU- Bürgern sei auf die Erweiterung der Union um einige Staaten zurückzuführen. Auslandsösterreicher sind bei der Wahl nicht stimmberechtigt. Wählen darf man ab 16 Jahren, mit Stichtag am Wahltag.
Erste Wahllokale öffnen um 6.00 Uhr
Am Wahltag öffnen die ersten Wahllokale schon um 6.00 Uhr, die meisten schließen zwischen 12.00 und 14.00 Uhr, die letzten um 15.00 Uhr. Mit einem vorläufigen Ergebnis könne man gegen 15.30 Uhr rechnen, gegen 18.00 Uhr werde man ziemlich exakt das vorläufige Endergebnis - inklusive Trieben - haben, so Manfred Kindermann von der Landeswahlbehörde. Am 21. März sind in den Wahlsprengeln rund 19.500 Menschen ehrenamtlich im Einsatz, geleistet werden rund 120.000 Arbeitsstunden.
Vorgezogene Stimmabgabe als Renner
Die Möglichkeit zur vorgezogenen Stimmabgabe gab es am Freitag, dem 12. März. Insgesamt waren es 42.101 Wähler, die bereits ihre Stimme abgegeben haben. Das sind 5,31 Prozent der Wahlberechtigten - also gleich um 70 Prozent mehr als 2005. Weiters kommen heuer fliegende Wahlkommissionen zum Einsatz, außerdem konnten in jeder Gemeinde bis 17. März Wahlkarten schriftlich, bis 19. März mündlich beantragt werden.
SPÖ auf Listenplatz eins
Im Jahre 2005 wurden in 541 Gemeinden - damals in allen außer Graz - insgesamt 1.586 Wahlvorschläge eingebracht, diesmal sind es 1.613. Die SPÖ ist laut Landtagswahlergebnis 2005 am Listenplatz eins, dies in 507 Gemeinden. Die am zweiten Listenplatz geführte ÖVP tritt in 539 Gemeinden an, die KPÖ als dritte in der Liste in 25 Kommunen. Die Grünen als vierte in der Liste stehen in 86 Orten zur Wahl. Die FPÖ tritt in 273 Gemeinden an, das BZÖ in 54, sonstige Listen stehen in 129 Gemeinden (2005: 118) zur Disposition.
Wieder in fast allen Gemeinden treten die beiden Großparteien ÖVP und SPÖ an, die ÖVP mit einer Ausnahme - Nestelbach im Ilztal - flächendeckend, die SPÖ mit einigen Lücken. Die Freiheitlichen, die seit der letzten Gemeinderatswahl die Abspaltung des BZÖ und den verpassten Wiedereinzug in den Landtag verdauen mussten, sind in etwas mehr als der Hälfte aller Kommunen vertreten. Grüne und Kommunisten haben ihr Netz etwas verdichtet.
Einige Politiker haben heuer gleich zwei Wahlen (Gemeinderat, Landtag) zu schlagen: Werner Breithuber, Detlef Gruber und Ewald Persch (SPÖ) sowie Karl Lackner, Ernst Gödl und Erwin Dirnberger (ÖVP) sind Bürgermeister und Landtagsmandatare in Doppelfunktion.