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787 Tiere qualvoll in Lkw eingesperrt
787 Tiere qualvoll in Lkw eingesperrt
Oberösterreichische Autobahngendarmen retteten 787 gequälte Tiere: Sie stoppten den 3200-Kilometer-Horror-Trip eines türkischen Lastautos und befreiten den ganzen Zoo aus engen, heißen Kisten. Die gepeinigten Lamas, Kängurus, Hirsche und 400 Vögel werden jetzt in einem Innviertler Gnadenhof aufgepäppelt.
Ein Ara und ein paar Sittiche waren schon erbärmlich verendet, als die Beamten beim Grenzübergang Suben der oberösterreichischen Innkreisautobahn die Planen des Lasters hochhoben, der von Holland in die Türkei fahren sollte: "Ein stickiger Hitzeschwall kam uns entgegen", sagt ein Gendarm: "Ein Jammer - kaum Futter, kaum Wasser!" Und der alarmierte Braunauer Amtstierarzt Dr. Josef Stöger attestiert: "Ja, eindeutig Tierquälerei!".
 
Der türkische Fahrer wurde zum Lochener Gnadenhof eskortiert, wo seine lebende Fracht aus den gestapelten Kisten befreit wurde: "Wir haben auf 55.000 Quadratmetern normal 300 Tiere - und jetzt plötzlich mehr als tausend", klagt der Asylchef Heinz Preiss. Ein Pony, zwei Wasserschweine, vier Lamas, vier Kängurus, 14 Hirsche, je 25 weiße und schwarze Schwäne, aber auch Kronenkraniche, Graupapageien und 400 Sittiche wurden bei ihm abgeladen und notversorgt. "Alle Matsch, verstört und Kreislauf geschwächt - am schlechtesten geht's den Vogerln", ist der Gnadenhofbesitzer den Tränen nahe: "Menschen, die so was machen, soll man nicht Schweine nennen . . ."
 
Der bestrafte Kraftfahrer musste mit leerem Lkw heimfahren. Ehe kein ordnungsgemäßer Weitertransport garantiert werden kann bleiben die 787 Tiere in Quarantäne.
 
Von Richard Schmitt sen.
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