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48 Tote bei Anschlagsserie im Irak

10.08.2009, 18:05
48 Tote bei Anschlagsserie im Irak
Bei einer Anschlagsserie im Irak sind am Montag mindestens 48 Menschen getötet worden. Mehr als 250 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Die Opfer sind überwiegend Schiiten. Der folgenschwerste Anschlag ereignete sich unweit der nördlichen Stadt Mossul, wo zwei Autobomben eine Siedlung der schiitischen Religionsgemeinschaft der Shabak verwüsteten. Dabei wurden nach Polizeiangaben mindestens 28 Menschen getötet und 138 verletzt.

Die Bewohner der Ortschaft Khasna wurden im Schlaf von den gewaltigen Bombenexplosionen überrascht. Mindestens 15 Häuser wurden zerstört. Viele Bewohner überlebten nur deshalb, weil sie wegen der Hitze auf dem Dach im Freien schliefen. Vorerst bekannte sich niemand zu der Tat, doch deutet alles auf eine Urheberschaft von Al- Kaida oder anderer sunnitischer Aufständischer hin. Diese haben im Raum von Mossul immer noch ihre Hochburg.

Auch die Hauptstadt Bagdad war am Montag Ziel von mehreren Bombenanschlägen. In zwei ethnisch und religiös gemischten Stadtteilen wurden nach Behördenangaben mindestens 17 Bewohner getötet und mehr als 80 verletzt. Auch in einem überwiegend von Sunniten bewohnten Viertel detonierten drei Sprengsätze. Dabei wurden zwei Menschen getötet.

Sicherheitslage nach US- Rückzug nicht besser geworden

Beobachtern zufolge zeigt die Anschlagsserie, dass die Sicherheitslage nach dem Rückzug der US- Truppen aus Bagdad und anderen irakischen Städten nicht besser geworden ist. Auch in den Wochen vor dem Abzug kam es immer wieder zu tödlichen Attentaten, wenngleich deren Gesamtzahl im Vergleich zu früheren Jahren deutlich zurückgegangen ist.

Ministerpräsident Nuri al- Maliki warnte mit Blick auf die im Jänner anstehenden Wahlen vor einem Anstieg der Gewalt. Er und seine Verbündeten hatten wegen der verbesserten Sicherheitslage Gewinne bei den Regionalwahlen erzielt. Eine Zunahme der Gewalt könnte Malikis Chancen beeinträchtigen.

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