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Synthie-Dance-Pop mit La Roux im Wiener Gasometer

09.03.2010, 02:19
Synthie-Dance-Pop mit La Roux im Wiener Gasometer (Bild: Andreas Graf)
Foto: Andreas Graf
Vor ziemlich genau einem Jahr haben La Roux ihre zweite Single "In For The Kill" veröffentlicht und sind mit dieser auf Platz zwei der englischen Charts gestürmt. In Österreich kennt man das Londoner Elektropop- Duo spätestens, seit der Tiborg Remix seines Hits "Bulletproof" für einen Werbespot eines heimischen Mobilfunkbetreibers verwendet wird. Am Montag gastierte La- Roux- Sängerin Eleanor "Elly" Jackson samt dreiköpfiger Begleitband im Rahmen ihrer "The Gold Tour 2010" für 50 (!) Minuten im Gasometer in Wien.

Kurz nach 21 Uhr eröffnete die "rothaarige" Sängerin mit der eigenwilligen Stimme mit dem Titel "Tigerlily" ihren Wien- Auftritt, der letztendlich nur elf Songs dauern sollte. La Roux präsentierten auf der Bühne ein Mischung aus Synthie- Pop, der stark an Depeche Mode, Human League und Yazoo erinnert, und Dancefloor- Beats.

Verglichen mit den Aufnahmen auf dem Debütalbum fielen die Songs live deutlich dance- lastiger aus. Trotzdem vermochte der Funke beim vornehmlich jungen Publikum nicht wirklich überzuspringen; es wurde – sieht man von den Hardcore- Fans in den ersten drei Reihen ab - kaum getanzt.

Der Erfolg der 22- jährigen Britin mit der wild gefönten Haartolle liegt vermutlich in erster Linie in ihrer eigenwilligen Stimme und ihrem sirenenartigen Gesang in hoher Stimmlage. Der war auch bei ihrem Auftritt in Wien ausgiebig zu hören, mit der Folge, dass die Songs alle sehr ähnlich klangen.

Und weil das Repertoire von La Roux noch recht dürftig zu sein scheint, gab Fräulein Jackson auch eine Coverversionen - den Rolling- Stones- Klassiker "Under My Thomb" - zum "Besten". Die Herren Jagger und Richards dürfen sich über Tantiemen freuen, die Freude bei Rock- affinen Zuhörern hielt sich ob des Dargebotenen in Grenzen.

Nach zehn Songs, darunter die Singles "Quicksand", "In For The Kill" sowie "I'm Not Your Toy", und knappen 45 Minuten war dann erst einmal Schluss. Schließlich gab es aber noch eine Zugabe: Die Hit- Single "Bulletproof", bei der das Publikum im Gasometer dankbar mitsang und damit bewies: Werbung wirkt...

von Wilhelm Eder
Fotos: Andreas Graf

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