Katy Perry und Lady Gaga haben die Vergabe der MTV-Videopreise dominiert, doch das Ergebnis des Rennens um die "Mondmänner" des Ex-Musiksenders überraschte. Gaga war schließlich nur für drei Preise nominiert gewesen, Perry aber gleich für neun.
Den wichtigsten Preis holte sich allerdings Perry. Für ihr Filmchen zum Song "Firework" gewann sie in der Kategorie "Video des Jahres". Bei dem in Budapest gedrehten "Firework"-Video hatten Perry und ihr Partner, ein deutsches Telekommunikationsunternehmen, einen Trick genutzt: Statt Komparsen zu bezahlen, veranstalteten Sängerin und Firma einen Wettbewerb, die Gewinner durften dann für Perry durchs Video tanzen.
Lady Gaga als Jo Calderone
Lady Gaga eröffnete die Show und überraschte, mal wieder, mit ihrer Erscheinung. Sie kam aber diesmal nicht im Fleischkostüm wie im vergangenen Jahr, sondern als Mann. Mit angeklebten Koteletten, Bierflasche und qualmender Zigarette mimte die 25-Jährige einen derben Italoamerikaner namens Jo Calderone. Und dieser Jo versuchte auf der Bühne kräftig, mit Britney Spears anzubändeln.
So ganz wollte sich die 29-jährige Spears aber nicht darauf einlassen und zupfte sogar ein paar Mal an ihrem - sehr kurzen - Kleinen Schwarzen. Dafür durfte sich die Ex-Popprinzessin nach Langem wieder einmal einen Preis abholen: Den Award für das beste Popvideo bekam sie für "Till the World Ends". Artig dankte sie ihren Eltern, ihren Kindern, ihrem Produzenten, aber zuerst "Gott, dass er mich gesegnet hat".
Zum Küsschen wie einst mit Madonna zwischen Gaga/Jo und Britney reichte es nicht, dafür nahm dieser bzw. Lady Gaga die Preise für das "beste weibliche Video" und das "Video mit Botschaft" mit nach Hause. Beides war für Gagas "Born This Way". In dem Song wirbt sie für Toleranz für alle Menschen, egal mit welcher sexuellen Ausrichtung.
Gaga hatte vor einem Jahr mit 13 Nominierungen einen Rekord in der Geschichte der MTV-Videopreise aufgestellt. Bei der Preisverleihung hatte sie acht Trophäen mit nach Hause genommen.
Tribut für verstorbene Winehouse
Der am 23. Juli dieses Jahres verstorbenen Amy Winehouse wurde bei der Gala Tribut gezollt. Russell Brand und Tony Bennett hielten eine Laudatio auf die britische Sängerin. Der Comedian bezeichnete sie dabei als "Genie" und verglich sie mit Größen wie Billie Holiday und Ella Fitzgerald. Bennett präsentierte Videomaterial von seiner Zusammenarbeit mit Amy in den Abbey Road Studios in London. Die beiden hatten kurz vor ihrem Tod das Duett "Body & Soul" aufgenommen. Nach der Rede performte Bruno Mars dann Amys Hit "Valerie" (Bilder weiterklicken).
Eine weitere Gewinnerin des Abends war die ruhige Sängerin Adele ("Rolling in the Deep") aus Großbritannien, die auch drei Preise gewann, allerdings in Randkategorien.
Baby-News von Beyonce
Für die größte Überraschung an diesem Abend aber sorgte Beyonce Knowles: Sie verriet, dass sie gemeinsam mit ihrem Ehemann, Rapper Jay-Z, ihr erstes Kind erwarte. Damit hat sich die Sängerin einen echten (Geburtstags-)Wunsch erfüllt. Immerhin verriet sie immer wieder, dass sie noch vor dem 30. Geburtstag schwanger werden wolle - und am 4. September feiert sie diesen "Runden".
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