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Erste Single von "jetzt anders!"

Erste Single von "jetzt anders!" (Bild: Mato/Universal Music)
Foto: Mato/Universal Music
Da ist er jetzt also, der "Deutsche Pop- Rock mit Soul- Drama- Power- Voice- Touch". Kaum vom Bildschirm verschwunden, präsentieren die diplomierten Starmania- Abgänger Falco, Tom, Johnny und Martin als "jetzt anders!" ihre erste Single "Dieser Moment". Ja, so schnell geht das in Österreich...

Wir rekapitulieren: Nadines Song "Alles was du willst", den man übrigens vor wenigen Tagen fürs Radio noch einmal soundtechnisch nachgebessert hat, wurde als erster im Eiltempo veröffentlicht. Mario beehrte uns danach mit der bisher besten Leistung "Dein Weg", nun kommt mit "jetzt anders!" das wohl ambitionierteste Projekt aus der Post- Starmania- Fabrik.

Wer sich wundert, dass die Boyband doch vor wenigen Tagen noch anders (nur "jetzt!") geheißen hat, irrt sich nicht. Falco, Tom, Martin, Johnny und die Strippenzieher haben ihre Rechnung ohne die anderen jetzts zwischen Bregenz und Eisenstadt gemacht. Mit zu vielen Bands hätten sie sich einigen müssen, da griff man tief in die Wortspiel- Trickkiste und zauberte die Variation "jetzt anders!" hervor. Denn so heißt garantiert niemand anderer...

Die Single "Dieser Moment" (Hörprobe in der Infobox) stellt die erste Auskoppelung ihres sicherlich bald kommenden Albums dar, stammt - wie könnte es auch anders sein - aus der Hitschmiede von Produzent Alexander Kahr (siehe Nadine, Mario Lang, Luttenberger- Klug, Manuel 
Ortega und Christina Stürmer) und rockt... gar nicht.

Die "Soul" mag ja drin sein, ein "Drama" mit Sicherheit auch, die "Power- Voices" sucht man jedoch - zumindest in der Aufnahme - vergeblich. Dafür, dass die Jungs zu viert sind, kommt da nämlich verdammt wenig durch. Zwischen ein bisserl angezerrter E- Gitarre (is cool, macht Take That jetzt übrigens auch) singt jeweils ein "jetzt anders!"- Boy mit Rückendeckung eines bis aufs letzte Hertzchen exakt auf Vierklang getrimmten Stimmenchors einen No- Na- Refrain, der sich flott ins Ohr ergießt und auf der anderen Seite so schnell wieder raushuscht, wie der Windhauch eines Schmetterlingflügelschlags durch trockene Blumenblätter - sofern dieser überhaupt registrierbar ist. Jungs, sagt's euren Stardesignern: Des woa nix.


Christoph Andert

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