Ulmen ist gar nichts heilig: "Wer's glaubt, wird selig"

15.08.2012, 16:00
Foto: Constantin Film / Video: Constantin Film
Wirt Georg (Christian Ulmen) hat es einst der Liebe wegen in den bayerischen Skiort Hollerbach verschlagen. Weil dort aber seit Jahren der Schnee ausbleibt, sind seine Existenz und Ehe gleichermaßen arg bedroht.

Als Schwiegermutter Daisy (Hannelore Elsner) auf kuriose Weise den Tod findet, kommt dem frustrierten Mann die rettende Idee: Man könnte die Verblichene, so die göttliche Eingebung, heilig sprechen lassen und das verwaiste Kaff auf diese Weise in einen florierenden Wallfahrtsort verwandeln.

Regisseur Marcus H. Rosenmüller ("Wer früher stirbt, ist länger tot") setzt bei seiner einfältig- ländlichen Posse mit klerikaler Triebfeder auf schräge Situationskomik, echte und falsche Wunder – und einen Pontifex Maximus (Nikolaus Paryla), der sich mit einem edlen Tropfen milde stimmen lässt. Ein wahrhaft kauziges Schelmenstück über religiöses Blendertum und urige Atheisten, die zu Kreuze kriechen.

Christina Krisch, Kronen Zeitung
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