Parodie-Hit im Netz

Scherzbold gibt sich auf Twitter als Michael Haneke aus

Stars & Society
21.01.2013 11:18
Michael Haneke, österreichischer Regie-Export allererster Güte, heimst eine internationale Auszeichnung nach der anderen ein - erst am Sonntag wieder drei Preise bei den "London Critics' Circle Awards" - und ist dadurch weltweit in aller Munde.

Wie jetzt herauskam, ist Haneke auch im Social Network Twitter vertreten, allerdings durch einen als "Parody" ausgewiesenen Fake-Account, der mit derbem englischem Slang und humormäßigem Trash für Aufsehen und Belustigung in der Community sorgt. "Michael Haneke - Ich mache Filme und liebe meine Katze, obwohl sie stinkt", heißt es in der Profil-Überschrift.

Über 500 Tweets hat der Scherzbold bereits verfasst, knapp 20.000 Anhänger folgen dem falschen Haneke, der halbgare Lustbarkeiten von sich gibt, wie zum Beispiel: "Ich hoffe, sie zeigen den neuen Terrence-Malick-Film auf dem Flug nach Hollywood, weil ich in Flugzeugen nur schwer einschlafen kann." Oder: "Habe mir gerade 'Abraham Lincoln Vampirjäger' angesehen. Großartig! Ist mein zweitliebster Nominierter für den besten Film. 'Amour' ist natürlich mein Lieblings-Nominierter." Bösartig: "Wann immer ich traurig bin, geh' ich zu einem meiner Mitarbeiter und sage, seine Eltern wären bei einem Bootsunfall gestorben. Dann filme ich seine Tränen und fühle mich besser." Und: "'Amour' mit einem deutschsprachigen Publikum anzusehen, ist eine wahre Erleichterung - sie verstehen alle Witze!"

Ab und zu adressiert er seine Tweets auch an Prominente, wie Arnold Schwarzenegger, Faye Dunaway, Russell Crowe, Ellen Page oder Ben Affleck. Letzteren fragte er kürzlich: "Kommst du auch zu Ang Lees Pyjama-Party am Wochenende? - Oh nein, ich vergaß, das ist ja nur für Oscar-Nominierte."

Laut "Heute" kenne Haneke den falschen Twitter-Account zwar, doch interessiere ihn das alles nicht, wie er der Zeitung "LA Times" sagte. Dennoch hoffen vermutlich so manche internationale Filmschaffende auf die Einhaltung seines (gefakten) Neujahrsvorsatzes: "Die anderen Regisseure mehr Preise gewinnen zu lassen."

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