Oskar Roehler ("Elementarteilchen") kredenzt uns, basierend auf seinem autobiografisch gefärbten Roman "Herkunft" (erschienen 2011), eine lässig gesponnene Familienchronik, die sich als hintersinniger bundesrepublikanischer Bilderbogen zwischen Aufbau, Vorgartenidyll, Käse- Igel und Flower- Power erweist.
Dass Roehlers familienarchäologische Grabungsarbeiten von deutscher Schauspielerprominenz geadelt werden, macht den Streifen, dessen Pendel zwischen zarter Melancholie und unverdrossenem Kitsch ausschlägt, zum höchst unterhaltsamen Kinovergnügen - trotz Überlänge.