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19.06.2013 - 08:42

"ParaNorman": Gruselkomödie in 3D und Stop- Motion

22.08.2012, 17:03
Foto: UPI
Ein Bub rettet die Welt - diese Geschichte ist schon oft erzählt worden. Aber kein Held wirkte wohl je so einsam wie Norman, der elfjährige Geisterseher aus dem 3D- Animationsabenteuer "ParaNorman"  (Kinostart: 23. August). Nach etwa zwei Jahren Produktionszeit erwecken die Macher der Oscar- nominierten Gruselkomödie "Coraline" eine neue Schauerwelt zum Leben. Norman muss seine schräge Heimatstadt vor einem Hexenfluch retten, der Zombies aus ihren Gräbern ruft.

Norman ist Außenseiter. In seinem Zimmer hängen Poster von Untoten, seine Zahnbürste hat einen Zombiegriff. Andere schmieren ihm das Wort "Freak" an seinen Schulspind. Und selbst seinem Vater ist er unheimlich, wenn er mit Gestalten aus dem Jenseits spricht. Seine Einsamkeit wird umso größer, je mehr der Fluch seine Welt verrücktspielen lässt. Wenn sich plötzlich Löcher im Boden auftun oder die Wände der Schultoilette sich verzerren. Die Regisseure Sam Fell ("Flutsch und weg") und Chris Butler ("Corpse Bride - Hochzeit mit einer Leiche") zeigen, wie verloren Andersartige sein können.

Auf der Leinwand verschwimmt für den Zuschauer die Grenze zwischen echtem und animiertem Bild. Das Animationsstudio Laika mixt Dreidimensionalität und Stop- Motion- Technik, mit der sonst Knetfiguren zum Leben erweckt werden. Für jede Filmsekunde wurden 24 Einzelbilder von Menschenhand inszeniert, die Produktion von ein bis zwei Filmminuten dauerte eine Woche. "ParaNorman" ist nach Angaben von Universal Pictures die aufwendigste Stop- Motion- Produktion aller Zeiten. Das Städtchen Blithe Hollow besticht durch schräge und düstere Optik, seine Bewohner durch skurriles Aussehen.

Zehn Jahre lang hat Co- Regisseur am Drehbuch für den Zombiefilm gearbeitet. Herausgekommen ist ein modernes Märchen, das den Zuschauer die Einsamkeit und Faszination des Kindseins wiedererleben lässt.

Das sagt "Krone"- Kinoexpertin Christina Krisch zum Film: Ein furioser Stop- Motion- Spaß, bevölkert von schrägen Figuren und umgesetzt in brillanter 3D- Technik: "ParaNorman" kann filmtechnisch als aufgeweckter Bruder von Gruselgör "Coraline" gesehen werden. Regie führten Chris Butler und Sam Fell. Letzterer hatte bereits "Flutsch und weg" und "Despereaux - Der kleine Mäuseheld" inszeniert. Ein ironischer Comedy- Horrorthriller, der nichts für zarte Kleinkinder ist, etwas ältere Kids aber bestens unterhält.

AG/Kronen Zeitung
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