Willkommen | Registrieren | Hilfe | Login
krone.at/Videos kronehat.at krone.at/mobil cookingstars.at

Oscarhit "Tödliches Kommando" jetzt in unseren Kinos

10.03.2010, 12:17
Foto: Constantin Film
Weibliche Action- Regisseure sind rar, und wenn sie die Qualität einer Kathryn Bigelow haben, dann ist ihnen Aufmerksamkeit sicher. In keineswegs zimperlichen Filmen wie "Blue Steel" oder auch "Gefährliche Brandung" hat sich die 58- jährige Kalifornierin aus San Carlos den Ruf erworben, in einem "männlichen Stil" zu arbeiten - und mit einer exzellenten Kameraführung. Diese Fähigkeiten stellt Bigelow auch in dem sechsfach Oscar- gekrönten Film "Tödliches Kommando - The Hurt Locker" eindringlich unter Beweis.

In ihrem Werk über eine US- Elite- Einheit im Irak- Krieg lotet Bigelow die Frage aus, warum Männer eine solche Herausforderung annehmen, die viele das Leben kostet und andere traumatisiert. "Krieg ist eine Droge", hält der Film fest, in dem die Regisseurin auf die Berichte eines Kriegsreporters zurückgreift, der bei US- Truppen "embedded", also eingebettet in die kämpfenden Einheiten, tätig war. Bigelow verfolgt über zwei Stunden lang den lebensgefährlichen Job der Bombenentschärfer. "Ich wollte dem Krieg ein menschliches Gesicht geben", sagte sie.

Die Einzelgänger unter den Elitesoldaten gehen dabei das höchste Risiko ein, wühlen selbst in einer mit Sprengstoff vollgepumpten Leiche nach dem Zünder oder kneifen sich nach jeder gelungenen Entschärfung ein kleines Stück des todbringenden Apparates als "Andenken" ab.

Einsatz in der irakischen Hölle

Doch Bigelow zeigt in ihrer hautnahen Meditation über den Krieg, dass auch diese "Helden" keineswegs seelenlose Maschinen sind - sie haben Gefühle und Zweifel. Und selbst diese abgebrühten Elitesoldaten - ja, sie müssen cool bleiben, wollen sie ihren Job meistern - zählen die Tage, die sie noch mit ihrem immens erhöhten Adrenalinspiegel in der irakischen Hölle im Einsatz sind. Kommt das nächste Bombenteam in Bagdad an, dürfen sie endlich nach Hause.

Der Film "Tödliches Kommando - The Hurt Locker" mit Jeremy Renner, Guy Pearce und Anthony Mackie geht, weil so realistisch, unter die Haut - und gewann vor seinen Oscar- Meriten zahlreiche andere Preise: Bigelow bekam als erste Frau die Auszeichnung des US- Regisseurverbandes "Directors Guild of America", außerdem gewann der Film sechs britische Bafta- Filmpreise. Die Kritiker waren allesamt angetan von so viel Härte und Realismus. Das Publikum verschmähte jedoch die 15- Millionen- Dollar- Produktion, die kaum ihre Herstellungskosten einspielte. Das dürfte sich nach den sechs Oscars nun ändern.

Lesezeichen hinzufügen:
Schließen
Lesezeichen Drucken
0
Du hast einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreibe hier dein Storyposting! Du möchtest mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht dir jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings, bitten wir dich, unsere AGB und Netiquette einzuhalten!
Kommentar schreiben
500 Zeichen frei.
Werbung
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; 1190 Wien, Muthgasse 2
Krone Multimedia © 2011 Krone.at | Impressum