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Michelle Williams glänzt in "My Week With Marilyn"

18.04.2012, 10:26
Foto: Filmladen
Michelle Williams ging bei den Oscars 2012 als Mitfavoritin ins Rennen um die begehrte Trophäe in der Kategorie "Beste Schauspielerin" - ging aber leer aus. In "My Week With Marilyn"  (Kinostart: 20. April) mimt sie die niemals vergessene Leinwandgöttin Marilyn Monroe.

Sie hatte diese mondscheinhelle Aura, dieses silberne Leuchten, das von ihrem von platinblondem Haar umrahmten Antlitz ausging. Und es war das Unvorhersehbare an ihr, das sie bei ihrem Flirt mit der Kamera einsetzte. Posieren war für sie ein kokettes Spiel, das sie mit Hingabe und kindlichem Entzücken betrieb und in das sie Fotografen wie Regisseure mit sanftem und zunehmend unwiderstehlichem Sog hineinzog.

Marilyn Monroes ungehemmte Sinnlichkeit und Frische faszinierten die Welt. Sie, die als Norma Jean Baker geboren wurde, verkörperte die Idee eines Idols wie keine andere - ein Orakel, das zu lösen jeder Mann Herz über Kopf bereit war. Ja, sie brachte diese ihre ureigene Mischung aus Fleiß, Konzentration und Zielstrebigkeit ein und verbarg ihre Verwundbarkeit geschickt hinter ihrem atemberaubenden Sexappeal. Und sie heiratete zwei amerikanische Helden: eine Sportlergröße - Joe DiMaggio - und einen Literaturstar - Arthur Miller.

An diesem Lebensabschnitt, als Marilyn Monroe als sinnliche Gattin des Wortvirtuosen für Schlagzeilen sorgte, macht der britische Regisseur Simon Curtis seinen Film "My Week With Marilyn" fest. Wir tauchen in den Sommer 1956 ein. Marilyn, frischgebackene Mrs. Miller (der Literat wird von Dougray Scott gespielt), ist nach Großbritannien gekommen, um mit Sir Laurence Olivier, der auch Regie führte, "Der Prinz und die Tänzerin" zu drehen. Ein 23- jähriger Regieassistent, Colin Clark (Eddie Redmayne), kommt ihr, der Leinwandgöttin, nah.

Großartige Michelle Williams

Verkörpert wird Marilyn Monroe von einer großartigen Michelle Williams ("Brokeback Mountain", "Blue Valentine"), die ihrem Part nicht nur ob ihrer verblüffenden Ähnlichkeit mit der Pin- up- Ikone überzeugend Charisma verleiht und in dem gleichen Alter ist wie damals Marilyn, nämlich 30, als diese mit Olivier arbeitete.

Michelle Williams: "Sie hat immer darum gekämpft, als Künstlerin wahrgenommen zu werden, das war eines der Hauptthemen in ihrem Leben." Eine schauspielerisch fesselnde Tour de Force zwischen hüftschwungbetontem Sexbomben- Klischee und zarten Herzensturbulenzen. "Weißt du", wird Michelle Williams scheu im Film sagen, "ich habe noch nie jemanden geküsst, der jünger ist als ich..."

Christina Krisch, Kronen Zeitung
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