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“Megamind” – ein böser Tollpatsch mit Riesenschädel

Kino
30.11.2010 16:31
"Megamind", der neue Animationshit der "Shrek"-Macher, läuft jetzt in Österreichs Kinos. Wer den grünen Oger mag, wird die blaue Kreatur mit Riesenschädel lieben.

Megamind ist der durchtriebenste und brillanteste Schurke, der jemals auf der Erde sein Unwesen getrieben hat. Sein Problem: Er ist gleichzeitig der tollpatschigste und erfolgloseste. Schon in der Schule gingen seine Tricks nach hinten los, bei Ballspielen wurde Megamind immer als Letzter ausgewählt. Ganz im Gegensatz dazu steht Metroman, der bereits in jungen Jahren der beliebteste war und die Mitschüler vor seinem blauen Widersacher beschützt hat. Jetzt, als Erwachsene, bekriegen sich Megamind und Metroman mit härteren Bandagen - doch das Ergebnis ist immer dasselbe: Megamind versucht die Stadt Metro City zu erobern, hat jedoch gegen den Superhelden keine Chance.

Eines Tages geschieht jedoch das Unfassbare: Bei der Vereitelung eines fiesen Plans von Megamind stirbt Metroman. Für den blauen Schuft und dessen Gehilfen Minion - ein Fisch, der zu einem Super-Roboter umgebaut wurde - eigentlich ein Grund zur Freude. Doch mit Metromans Tod ist Megaminds Existenz jedes Sinnes beraubt. Ein Bösewicht ohne Gegenspieler: undenkbar! 

Also macht Megamind Nägel mit Köpfen und erschafft einen neuen Helden mit Superkräften, dem Metro City zu Füßen liegen soll: Titan. Doch dieser denkt gar nicht daran, die Welt vor dem Bösen zu retten, er möchte sie vielmehr zerstören. Nur einer ist in der Lage, Titan davon abzuhalten: Megamind. Der aber will seine Berufung nicht aufgeben und schon gar nicht zu den "Guten" wechseln. Eine entflammte Liebe und schlechtes Gewissen sorgen dafür, dass der blaue Schurke seine Rolle nochmal überdenkt.

Film nimmt Superhelden-Genre aufs Korn
Obwohl "Megamind" aufgrund der einfach gestrickten Story eher auf junges Publikum abzielt, sollten sich auch "ältere Semester" den Streifen nicht entgehen lassen. Mit viel Witz und Sarkasmus nehmen die Macher das Genre des Superhelden-Films aufs Korn. Die Figur des Metroman mag zwar etwas langweilig sein, aber Megamind und sein Freund Minion sorgen für Lacher am Stück. So ein eingefleischtes Duo kann niemand auseinander bringen - es sei denn, eine Frau ist im Spiel...

Mittlerweile gehört es ja fast schon zur Selbstverständlichkeit, dass ein Blockbuster in der 3D-Version in den Kinos anläuft. Das inflationär angewandte Technik-Zuckerl ist bei den meisten Streifen so unnötig wie Kaviar im Kinosaal, doch in diesem Fall kommen die Special Effects tatsächlich zur Geltung. Man fühlt sich manchmal wie mittendrin statt nur dabei. 

In der Originalversion leihen übrigens Will Ferrell (Megamind), Brad Pitt (Metroman) und Tina Fey ("Roxy" Ritchi) den Hauptfiguren ihre Stimme. In der synchronisierten Fassung schlüpft der deutsche Comedy-Star Bastian Pastewka in die Rolle des blauen Superbösewichts, Oliver Welke spricht Metroman.

Fazit: Gelungener Antimationsstreifen von den Machern von "Shrek", "Madagascar" und "Kung Fu Panda". Es macht einfach Spaß, einem tollpatschigen Bösewicht bei der Arbeit zuzusehen!

von Ingemar Pardatscher

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