Robert Downey Jr. findet für Iron Man alias Tony Stark die passende Mischung aus Abgebrühtheit, Männlichkeit und Selbstironie, gepaart mit fast schon kindlicher Freude an Technik. Ihm zur Seite wieder Don Cheadle als sein treuer Freund Rhodey, der nun auch im Superhelden-Anzug durch die Lüfte düsen darf, um den US-Präsidenten zu retten.
In früheren Filmen kämpfte Iron Man noch gegen reale Menschen. So etwa im zweiten Teil gegen den Sohn eines russischen Erfinders, der den Ruhm des Iron-Man-Anzuges für sich reklamieren wollte. Und der Palladium-Kern seines eingepflanzten Reaktors drohte, ihn allmählich zu vergiften. Diese Gefahren sind nun gebannt.
Immer noch unter dem Eindruck der Erfahrungen im Film "The Avengers", wo er zum ersten Mal mit anderen Superhelden konfrontiert wurde, bekommt Tony es jetzt mit einer besonderen Spezies zu tun: Menschen, die innerlich brennen. Was sie anfassen, bringen sie zum Glühen, Stahlträger ebenso wie den Iron-Man-Anzug.
Schuld an dieser Misere ist Iron Man selbst - oder vielmehr sein Alter Ego, der arrogante Waffenproduzent Tony Stark aus früheren Jahren. "Wir schaffen unsere eigenen Dämonen", erkennt der geläuterte Tony in Teil 3. Der Dämon ist in seinem Fall ein linkischer Mann, der ihm vor mehr als zehn Jahren eine Geschäftsidee verkaufen wollte. Doch Tony versetzte den jungen, hoffnungsvollen Erfinder eiskalt, um die Nacht mit einer Wissenschaftlerin zu verbringen. Aus dieser Demütigung entstanden ein brennender Hass und ein finsterer Racheplan.
Dieser Plan gefährdet vor allem Pepper Potts (Gwyneth Paltrow), Tonys große Liebe. In größter Gefahr schlüpft sie sogar selbst in den Super-Anzug und darf sich als Iron Woman fühlen, wenn auch nur für kurze Zeit...
Das sagt "Krone"-Kinoexpertin Christina Krisch zum Film: Keine Frage, die Kontrahenten wissen restlos zu fesseln: Ben Kingsley als Fanatiker und Anführer einer Terrororganisation, der sich mit fernöstlichen Insignien schmückt, und Robert Downey Jr. als Idealbild des amerikanischen Helden. Dennoch schmeckt die Story in Zeiten allgegenwärtiger Bedrohung schal. Die US-Unterhaltungsindustrie sollte ihren koketten Dauerflirt mit immer neuen Terrorfantasien fürs Kino gründlich überdenken. Regie: Shane Black.
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