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Diese Loser haben nur eines im Sinn: "Sex on the Beach"

01.02.2012, 16:16
Foto: Universum Film
Britischer Humor hat einen guten Ruf. Trocken, mitunter etwas subtil und dabei stets auf einem gewissen Niveau - wenn eine Komödie in England Rekorde bricht, sind die Erwartungen hoch. "Sex on the Beach"  (Kinostart: 3. Februar) spielte an seinem ersten Wochenende auf der Insel das beste Ergebnis ein, das eine britische Komödie je erreichte. Zudem verkaufte sich die DVD allein am ersten Tag über eine halbe Million Mal.

Vier Teenager, ein Urlaub und keinerlei Hemmungen - die Richtung ist schnell vorgegeben. Will (Simon Bird), Simon (Joe Thomas), Jay (James Buckley) und Neil (Blake Harrison) haben ihren Schulabschluss in der Tasche und wollen sich mit einem Party- Marathon auf Kreta belohnen. Viele Sex- Sprüche, Weisheiten über Frauen und das Nachtleben im Allgemeinen erinnern an Teenager- Komödien wie "American Pie".

Auf der Insel stellt sich den Jungs dann dieselbe Frage wie zu Hause: Wie lernt man überhaupt Mädchen kennen? Zur Überraschung aller klappt das schon am ersten Abend - keiner Konkurrenz in der fast leeren Bar und vier englischen Touristinnen sei Dank: Alison (Laura Haddock), Lisa (Jessica Knappett), Lucy (Tamla Kari) und Jane (Lydia Rose Bewley). Neil allerdings interessiert sich eher für die Frauen jenseits der 50, Will flüchtet sich hinter eine Mauer aus Ironie, Simon erzählt seiner neuen Bekanntschaft ausschließlich von seiner Ex und Jay bekommt die dicke Jane ab - und ertränkt seinen Frust in Schnaps.

Das sagt "Krone"- Kinoexpertin Christina Krisch zum Film: Dass ungeachtet des lendenstarken Titels die Mission "Wie legen wir heiße Girls flach?" letztlich doch eher unbeholfen- romantischer denn sexueller Natur ist, ist ja fast schon rührend. Und weil die Verführungskünste zu wünschen übrig lassen, versteift man sich lieber gleich auf satten Tabubruch, der alsbald auf knöcheltiefem Niveau stagniert. Dass sich diese "Hangover"- Persiflage für "Inbetweeners" ausgerechnet in einem bankrotten Land zuträgt, ist die eigentliche Ironie dieser von hormonell aufgeheizter Situationskomik durchzogenen Brit- Comedy, die in sattsam vertrauten Gewässern rudert - irgendwo zwischen "Eis am Stiel" oder "American Pie". Regie: Ben Palmer.

AG/Kronen Zeitung
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