Ex-Agent Tobin Frost (Washington) ist eine Legende beim US-Geheimdienst CIA. Er gehört zu den besten Spionen, die jemals ausgebildet wurden. Doch Frost erlag dem süßen Duft des Geldes und verkaufte Militärgeheimnisse an Staatsfeinde wie Nordkorea. Außerdem unterstützte er terroristische Splittergruppen und versteigerte begehrte Informationen. Lange Zeit war er untergetaucht, doch nun taucht er in Kapstadt auf - im Besitz von hochbrisantem Material über die CIA.
Der junge Agent Matt Weston (Ryan Reynolds) fristet als sogenannter Safe-House-Keeper seit einem Jahr ein einsames Dasein in Südafrika. Er bewacht ein als bombensicher geltendes Versteck des US-Geheimdienstes, das jedoch allmählich verstaubt und nicht benötigt wird. Als Weston erfährt, dass er Besuch bekommt, sieht er endlich seine Stunde gekommen und freut sich auf Abwechslung. Tobin Frost hatte sich zuvor nämlich - auf der Flucht vor Gangstern - in die US-Botschaft in Kapstadt gerettet und soll nun im Safe House "zwischengelagert" werden, ehe er in die Vereinigten Staaten gebracht wird. Dort soll dem Landesverräter der Prozess gemacht werden.
Im CIA-Versteck kommt jedoch alles anders als geplant. Ein Killerkommando stürmt die Bastion und schaltet das Verhörteam aus, nur der unerfahrene Weston überlebt. In letzter Sekunde kann er mit dem Gefangenen Frost entkommen und die Verfolger abschütteln - vorerst. Die nächsten Stunden werden für den jungen Agenten ein Wettrennen auf Leben und Tod, denn er muss Frost in Sicherheit bringen, ehe die Killer ihm zuvorkommen. Schnell wird klar, dass die schießwütigen Kriminellen nicht alleine handeln - jemand in der CIA sieht Frost lieber tot als lebendig.
Waterboarding - "Ist das legal?"
Der schwedische Jungregisseur Daniel Espinosa ("Easy Money") fabrizierte mit schneller Schnitttechnik und fahriger Kameraführung einen Film, der nie stillsteht. "Safe House" hat ungeheuer viel Rasanz - Momente, in denen nicht geschossen, geschrien oder gefoltert wird, haben Seltenheitswert. Ryan Reynolds alias Matt Weston will in einer Waterboarding-Szene wissen: "Ist das legal?"
Genauso lächerlich wie diese Frage schleppt sich der Action-Thriller inhaltlich bis zum Ende. Wer zuvor 135 Kugeln ausweichen konnte und von fünf getroffen wurde, kann doch noch aufstehen und einen Schuss abgeben. Blutüberströmte Totgeglaubte können doch noch einen letzten Satz hauchen. Es gibt Verräter, denen man dies nie und nimmer zugetraut hätte. Alles schon 1.000 Mal dagewesen.
T-1.000 als Foltermeister
Die Rolle, die Denzel Washington nicht bravourös meistern kann, muss wohl erst erfunden werden. Wie gewohnt überzeugt der US-Mime und spielt seinen jungen Kollegen Reynolds locker an die Wand. Aber auch er kann aus einem 08/15-Thriller keinen Leckerbissen machen. Als Zuckerl für alle Terminator-Fans gibt es immerhin Robert Patrick (T-1.000) als Foltermeister in einer Nebenrolle zu sehen.
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