"Die Anzahl der Fünfer in den Jahreszeugnissen fällt jährlich. Das liegt daran, dass auch die Schülerzahlen stetig sinken", weiß Rudolf Altersberger, Vizepräsident des Landesschulrates. Dennoch werden auch heuer wieder um die 10.000 "Nicht genügend" vergeben.
"Besonders hoch ist die Zahl der negativen Noten in den neunten Schulstufen", so Altersberger. Das liege daran, dass viele Mädchen und Burschen nur das Pflichtjahr in einer Höher Bildenden Schule oder einem Gymnasium "absitzen". Altersberger: "Sieben oder acht 'Fleck' sind bei solchen Schülern nicht ungewöhnlich. Sie wären in einer Polytechnischen Schule, die gezielte Berufsorientierung anbietet, viel besser aufgehoben."
Auch Maturanten im Endspurt
Ebenfalls im Stress befinden sich derzeit noch einige Maturanten. Im heurigen Schuljahr sind an den AHS etwa 1.400 und an den Berufsbildenden Höheren Schulen etwa 1.700 Jugendliche zur Reifeprüfung angetreten. "Die Erfolgsquote bei der Matura liegt bei 95 Prozent. Aber nur 70 Prozent der Jugendlichen kommen zeitgerecht zur Matura", weiß der Vizepräsident.
Die schrumpfenden Schülerzahlen machen sich aber nicht nur bei den "Nicht genügend" bemerkbar. Wenn im September die Schule beginnt, werden es wieder um 103 Klassen weniger sein. "Die Zahl wird vor allem den Pflichtschulbereich treffen", erklärt Altersberger. Für die Kleinstschulen wird die Luft also noch dünner. Altersberger: "Eine Idee wäre es, diese Einrichtungen über eine regionale Förderung zu erhalten."
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