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Trotz wenig Schnees: Das war ein teurer Winter

15.03.2010, 23:59
Trotz wenig Schnees: Das war ein teurer Winter (Bild: Uta Rojsek-Wiedergut)
Foto: Uta Rojsek-Wiedergut
Für die Meteorologen ist der zu Ende gehende Winter sehr milde verlaufen. "Die Schneemengen sind viel geringer als im Vorjahr", bilanziert etwa Experte Paul Rainer. Trotzdem wurden mehr als 21.000 Tonnen Streusalz verbraucht – mit gut zwölf Millionen Euro Kosten schlug der Räumdienst heuer horrend zu Buche.

Landeshauptmann Gerhard Dörfler lobt den Einsatz der 500 Mitarbeiter von 19 Straßenmeistereien, die mit 132 Räumfahrzeugen und 78 Lkw exakt 5.755 Straßenkilometer von Schnee und Eis befreit haben: "Alle sind ihnen zu Dank verpflichtet, weil sie, egal zu welcher Tages- und Nachtzeit, zum Einsatz bereit stehen."

Wetterexperte widerspricht Landeshauptmann

Insgesamt hat der Winterdienst in Kärnten bisher zwölf Millionen Euro gekostet. Grund sind laut Auskunft des Landes die frühen und intensiven Schneefälle. Laut Dörfler habe es im Dezember doppelt so viel geschneit wie üblich. Woher er diese Behauptung hat, weiß Meteorologe Paul Rainer vom Wetterdienst Klagenfurt nicht.

Denn seine Statistik vermeldet anderes: "Der Winter war generell nicht sonderlich schneereich, da es vor Weihnachten ja großteils nur geregnet hat." Bestes Beispiel sei etwa Kötschach- Mauthen, das im Jahr 2008 noch mit Rekordschneemengen aufwarten konnte. "Da hat es im Jänner mit 50 Zentimetern noch am meisten geschneit – im Vorjahr waren es 202 Zentimeter."

Der Frühling zieht ein

Mit der weißen Pracht sollte es aber nun sowieso vorbei sein. Rainer: "Wir erwarten ab Mittwoch frühlingshafte 15 Grad. Mit Niederschlägen ist eigentlich nur im Bereich der Hohen Tauern, auf der Turrach und am Katschberg zu rechnen."

von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"

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