"Ich verstehe diese Auszeichnung nicht als eine Auszeichnung für mich selbst, sondern für alle Kärntner Slowenen, die für die Verwirklichung unserer slowenischen Rechte kämpfen", sagte Vouk (im Bild stehend) bei der Verleihungszeremonie in Laibach.
Er verstehe sie auch nicht als eine Auszeichnung für eine vollendete Arbeit. "Wir sind auf halbem Wege." Die bisherigen Resultate würden die weiteren Bemühungen der slowenischen Volksgruppe erleichtern, fügte Vouk hinzu. Er appellierte an Slowenien, der Minderheit dabei weiterhin zu helfen.
Wie Türk in der Begründung für die Verleihung ausführte, sei Vouk von einer politischen Argumentation zu einer rechtlichen übergegangen, weil die Volksgruppe ihre Rechte weder mit Protest noch mit Dialog und auch nicht mit der Suche um Unterstützung der Parteien, Landes- und Bundesinstitutionen in Österreich verwirklichen konnte. Mit seinen Anträgen vor dem Verfassungsgerichtshof habe er die Minderheitsrechte von der ideologischen Ebene auf die Ebene von Menschenrechten und des Rechtsstaats gehoben.
"Gerade wegen dieses Schritts, den Rudi Vouk als guter Kenner der Minderheitenproblematik konsequent und zielstrebig über ein Jahrzehnt lang setzte, ist es endlich zur Ortstafellösung gekommen, die jetzt schon umgesetzt wird." Somit habe sich eine der Hauptforderungen der Kärntner Slowenen ohne Spannungen mit den Kärntner Traditionsverbänden verwirklicht.
"Zweisprachige Ortstafeln bedeuten die Anerkennung der slowenischen Minderheit in Kärnten und sind auch ein Ausdruck des Respekts für jene österreichischen Bürger, die Angehörige der slowenischen kulturellen, sprachlichen und geistigen Identität sind. Sie bedeuten auch die Anerkennung der Tatsache, dass Kärnten multikulturell ist", betonte der slowenische Präsident weiter.