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Neues Tierheim: neun Millionen für Hund und Katz'

15.03.2010, 17:53
Neues Tierheim: neun Millionen für Hund und Katz" (Bild: Uta Rojsek-Wiedergut)
Foto: Uta Rojsek-Wiedergut
"Es ist die Visitenkarte einer Gesellschaft, wie sie mit Tieren umgeht", betonte Bürgermeister Christian Scheider anlässlich des Spatenstichs für das neue Landestierschutzhaus am Montag in Klagenfurt. Sieben Jahre hat es bis zu diesem feierlichen Moment gedauert.

Das Tierasyl in der Judendorfer Straße ist ein Schandfleck – und eine Zumutung für Mensch und Tier. Obwohl es schon einen Abbruch- Bescheid und gleichzeitig den Beschluss für einen Neubau gegeben hatte, drohte dieser immer wieder zu scheitern.

Schließlich ist es nicht billig: Neun Millionen Euro kostet das geplante Tierschutzkompetenzzentrum, das nur wenige Meter von der bestehenden Anlage entfernt errichtet wird. Zwei Drittel kommen von Stadt und Land über eine Kreditkonstruktion, drei Millionen Euro schießt Gönnerin und Kaufhausmilliardärin Heidi Horten zu.

Kommunikationszone im Tierheim

Sie überwacht das Projekt deshalb auch mit Argusaugen und hat britische Qualitätsstandards vorgegeben. Schließlich soll das neue Gebäude nicht nur ein würdiges Heim für die Hunderten herrenlosen Tiere werden, sondern auch als Ort der Begegnung dienen. Landestierschutzpräsidentin Marina Zuzzi- Krebitz: "Es gibt ein Café und eine Besucherzone, wo Menschen, die einem armen Tier ein Zuhause geben möchten, Hund oder Katze auch in Ruhe kennenlernen können. Auch soll das Haus ein Treff für jüngere wie ältere aber auch behinderte Personen werden." Ein "Animal Hilton", wie Kritiker immer geätzt hatten, entstehe aber ganz und gar nicht.

Übersiedelung in Etappen

Im Gegenteil: Durch die langen Verzögerungen und durch Forderungen von Anrainern mussten die Pläne schon wieder abgespeckt werden. Das Nagerheim etwa und eine Quarantänestation fallen Lärmschutzmaßnahmen (!) und Ablösezahlungen zum Opfer. Fertig werden soll der Bau übrigens bis Ende 2011; die Tiere und Arbeitsbereiche werden in verschiedenen Stufen übersiedelt.

"Wir arbeiten nicht mit den Billigst- , sondern mit den Bestbietern, und achten darauf, dass heimische und ältere Arbeitskräfte eingesetzt werden", so Johann Polzer von der Landesimmobiliengesellschaft.

von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"

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