Geht es nach dem Verfahrensplan, sollte der Bescheid, ob das Kraftwerk umweltverträglich ist oder nicht, bereits bei den Landesräten im Postfach liegen. Stattdessen wird derzeit weiterhin an der 400 Seiten starken Expertise gearbeitet. "Wir sind in den letzten Zügen und wollen eine solide Arbeit abliefern. Der Aufwand ist aber enorm – größer, als wir angenommen hatten", rechtfertigt Albert Kreiner, Leiter der Abteilung Wirtschaftsrecht, die neuerliche Verzögerung.
In den nächsten zwei Wochen soll der Bescheid fertig sein. Ob sich die Politiker nach dessen Durchsicht eine Entscheidung vor dem Sommer zutrauen, ist fraglich.
Jeder Tag zählt
Dabei zählt im Kraftwerks-Poker jeder Tag: Weil das alte Heizwerk 2015 abgedreht wird – egal, ob das geplante Gaskraftwerk bis dahin fertig ist, oder nicht – sollten sich auch die Politiker langsam Gedanken um die Wärmeversorgung machen. Wie immer das Verfahren ausgeht: Sowohl Projektwerber, als auch Kritiker haben Einsprüche angekündigt. Der Weg durch die Instanzen (Umweltsenat, Verwaltungsgerichtshof) könnte bis zu zwei Jahre dauern. Und drei Jahre würde wohl auch der Bau dauern...
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