Nicht einmal 24 Stunden nach dem Mord an einem deutschen Paar in Yapacarai hob der Kärntner mit der Bankomatkarte der Opfer 300 Euro ab. Mithilfe der Videoaufnahmen war es für die paraguayischen Behörden ein Leichtes, den mutmaßlichen Killer dingfest zu machen. Denn der 42- jährige Villacher ist längst auch der örtlichen Polizei bekannt: Wenige Monate nach seiner Flucht aus Österreich (2008) wurde der Hüne zum ersten Mal verhaftet – wegen Kokainbesitzes.
Doch der Kärntner konnte sich noch irgendwie freikaufen, auch eine mögliche Auslieferung war somit hinfällig. Jetzt sieht die Sache anders aus: Im Haus des Verhafteten stellte man im Beisein der erst 18- jährigen einheimischen Ehefrau neben einer kugelsicheren Weste auch eine Pistole sicher. Ob es die Mordwaffe ist, wollte die Staatsanwaltschaft noch nicht preisgeben.
Nun wird sich erst herausstellen, ob es zur Auslieferung kommt. Ermittler in Kärnten hätten Interesse daran. Der Unterweltler dürfte auch über die seit 2006 vermisste Michaela Grabner Bescheid wissen - sie war seine Freundin.
"Kronen Zeitung" und kaerntnerkrone.at