Bei Mahle erzählt man sich von Studien, wonach bis zu 17 Tage im Jahr in blauen Dunst aufgehen. Daher habe, wie die Gratiszeitung "Heute" berichtet, Handlungsbedarf bestanden, die Rauchpausen aus der Arbeitszeit zu "entkoppeln". Jetzt muss fürs Rauchen – mit Zustimmung des Betriebsrates – an der Stechuhr ausgestempelt werden.
"Das wollen wir nicht als allgemeine Regelung haben", verneint aber Gilbert Waldner von der Industriellenvereinigung etwaige weiterführende Pläne. Waldner: "Das sollten die Unternehmen autonom regeln." Außerdem gebe es ja Bereiche, in denen Rauchpausen nicht möglich sind, zum Beispiel am Fließband oder in Reinraum- Produktionsstätten.
Auch Kärntens Gewerkschaftschef Hermann Lipitsch spielt den Ball weiter: "Die Betriebsräte in den Unternehmen sollen sich dem Thema widmen. Sie sind die Knautschzonen zwischen Belegschaft und Chefetage."
Das Thema gärt weiter. Auch im drittgrößten Spital Österreichs, dem Klagenfurter Klinikum, sucht eine Arbeitsgruppe nach Lösungen. Die Pausen der rauchenden Belegschaft sind nichtrauchendem Personal ein Dorn im Auge: "Die sind 15 Minuten weg für eine Zigarette."