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Justiz: "Haiders Tod ist kein Glück für die Täter"

16.02.2010, 23:59
Justiz: "Haiders Tod ist kein Glück für die Täter" (Bild: APA/Gert Eggenberger)
Foto: APA/Gert Eggenberger
"Es verdichtet sich der Verdacht, dass Jörg Haider seine Zustimmung zum Hypoverkauf an die Bayern LB von einer Millionenzahlung abhängig gemacht hat", erklärt die Münchner Staatsanwältin Barbara Stockinger. Nach deutschem Recht ist das "Bestechung eines ausländischen Amtsträgers" und mit fünf Jahren Haft zu bestrafen. In Bayern beginnt nun das große Zittern. Denn: "Haiders Tod ist kein Glück für die Täter."

Strafbar hätten sich jene gemacht, die das geforderte Geld von Bayern nach Kärnten gezahlt hätten. Und aufgrund der ersten Einvernahmen mehrerer Verdächtiger gehe man bei der Münchner Anklagebehörde davon aus, dass man auch ohne den verstorbenen Hauptzeugen Licht ins Dunkel der Korruption rund um die zwei Millionen Euro Sportsponsering bringen kann.

"Geldflüsse werden genau untersucht"

Justizsprecherin Barbara Stockinger: "Die Geldflüsse werden genau untersucht – dank der guten Kooperation mit der Klagenfurter Staatsanwaltschaft klappt das bisher auch bestens." Wie berichtet, wird eine gemeinsame Ermittlungsgruppe eingerichtet, um den Hypo- Skandal schneller aufzuklären.

Im Zentrum der Ermittlungen steht in Bayern Ex- LB- Boss Schmidt, in Kärnten werden sämtliche Hypoverantwortliche der vergangenen Jahre als mögliche Beschuldigte angesehen.

Namentlich bestätigt wurde bislang nur Ex- Vorstand Günter Striedinger, gegen den zwei Verfahren laufen: eines wegen Untreue bei einem Helikoptergeschäft in Kroatien und ein weiteres wegen Bilanzfälschung, wo – ebenfalls in Kroatien – ein Großkunde einen Betriebsmittelkredit nicht ordnungsgemäß verwendet haben soll. Das bringt Striedinger und zwei weiteren Hypobankern Ermittlungen nach § 153 ein.

Ex- Vorstand beteuert Unschuld

Im großen "Krone"- Interview (siehe Infobox) hat Striedinger aber seine Unschuld beteuert und die derzeitige Hypoführung aufgefordert, endlich die Fakten auf den Tisch zu legen, aus welchen Zeiten und Geschäften das Milliardenloch herrührt.

von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"

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