Die Sache klingt zunächst vielversprechend: Vertreter der Internetfirma melden sich bei Unternehmern am Telefon und bieten kostenlose Websites an. Man wolle nichts verkaufen, man brauche lediglich ein paar Referenzprojekte in Kärnten, um hier Fuß zu fassen. Viele Firmenchefs erklären sich spontan zu einem Treffen bereit.
Erst vor der möglichen Vertragsunterzeichnung wird klar, dass die Sache nicht kostenlos ist. Für die Erstellung und die Wartung der Website werden monatlich 168 Euro fällig. Und das bei einer Vertragslaufzeit von 48 Monaten. Was noch harmlos klingt, ergibt die Gesamtsumme von 8.064 Euro!
Trotz einer einstweiligen Verfügung gegen die unlauteren Geschäftspraktiken gibt der Konzern nicht auf. Und ist der Vertrag unterschrieben, können zumeist nur noch Experten helfen. Martin Sablatnig von der Wirtschaftskammer seufzt: "Das ist bereits die elfte Schwindelwelle in diesem Jahr. Beinahe wöchentlich gibt es eine dubiose Aktion."
von Christian Rosenzopf, "Kärntner Krone"