"Wir werden uns bewerben. Mit Klagenfurt oder Wien, da basteln wir noch an einer Lösung. Und sollten wir diese WM nicht kriegen, wird's die nächsten 20 Jahre nicht klappen. Denn es soll nur noch im Vierjahres- Rhythmus eine WM geben – und Kontinente wie Afrika sollen noch dazu erobert werden."
Aber die "Krone" hat schon vorgefühlt. Der Schlachtplan mit Wien hat den Reiz, mit einer Weltmetropole in den Ring zu steigen. Hat bestimmt seinen Reiz, aber ganz ohne das Flair des Wörthersees würde man nicht auskommen, also müsste man eventuell beide Orte als Austragungsplätze setzen.
Und: Bewirbt sich Österreich im Volleyball- Sport für ein Großereignis, dann bekommt man auch den Zuschlag. Klingt etwas großkotzig, entspricht aber der Wahrheit. Denn mit dem Präsidenten des österreichischen Volleyball- Verbandes, Peter Kleinmann, stellt man einen der wichtigsten Herren der Volleyball- Erdkugel.
Und unter vier Augen bestätigte er gestern: "Reichen wir die Bewerbung endgültig ein, klappt es." Wie Kleinmann bereits bewiesen hat: Denn 2011 steigt die Hallen- EM auch in Wien. Seitens des Weltverbandes FIVB flüsterte man: "Eine Bewerbung von euch hat natürlich einen gewaltigen Bonus. Denn Klagenfurt ist das beste Turnier der Welt. Es ist unser Wimbledon." Also dürfte es Jagerhofer gelingen, nochmal alle Superlativen zu übertreffen. Nur wird es ziemlich sicher sechs Millionen Euro Budget brauchen, um eine WM austragen zu können.
Bereits 2001 gab es einmal eine Weltmeisterschaft in Klagenfurt. Aber ein Vergleich ist unzulässig. Damals steckte der Sport international betrachtet noch in den Kinderschuhen. Mittlerweile hat sich aus der World Tour eine millionenschwere Serie entwickelt, ist das Fan- und Sponsoren- Interesse regelrecht explodiert.
von Max Mahdalik, "Kärntner Krone"