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Wettbewerbshüter prüfen Googles Flugticket-Pläne

30.08.2010, 10:53
Wettbewerbshüter prüfen Googles Flugticket-Pläne (Bild: APA/HANS KLAUS TECHT)
Foto: APA/HANS KLAUS TECHT
Googles geplanter Vorstoß ins Online- Geschäft mit Flugtickets kommt unter verschärfte Prüfung der US- Wettbewerbshüter. Das Justizministerium habe zusätzliche Informationen zum Kauf des Software- Spezialisten ITA angefordert, teilte Google am Freitagabend in einem Blog- Eintrag mit. Der Internetriese setzte unterdessen seine Shopping- Tour mit dem Kauf eines Start- Ups fort, das im boomenden Bereich der Online- Netzwerke aktiv ist.

ITA Software aus Boston wertet Flugreise- Informationen aus und stellt die Daten zum Beispiel Reise- Websites wie Expedia zur Verfügung. Der Suchmaschinenkonzern will die US- Firma für 700 Millionen Dollar (550 Millionen Euro) kaufen und verspricht damit, die Suche nach Flugtickets im Internet deutlich zu verbessern.

Die Übernahme dürfte dem Internetriesen - zumindest im US- Markt - eine Schlüsselposition bei der Flug- Suche bescheren. Deshalb war eine erhöhte Aufmerksamkeit der Behörden bereits bei Ankündigung der Übernahme Anfang Juli erwartet worden.

Bei Online- Reisebüros sollen Googles Pläne große Sorgen ausgelöst haben. US- Medienberichten zufolge hatten mehrere Reiseanbieter versucht, ITA Google wegzuschnappen. Die von wenigen Aktionären kontrollierte Firma habe sie aber abblitzen lassen. ITA Software ist vor allem in den USA aktiv. Das Geschäftsvolumen in Europa ist laut Google so gering, dass die Übernahme nicht bei den hiesigen Wettbewerbshütern angemeldet werden müsse.

Suchmaschinenriese auf Einkaufstour

In den vergangenen Wochen war Google zudem auf Einkaufstour im Bereich der Online- Netzwerke. Der jüngste Zukauf ist die Firma Angstro, ein Anbieter von Apps zum Datenaustausch zwischen unterschiedlichen Plattformen wie Facebook, Twitter oder LinkedIn. Ein Preis wurde am Freitag nicht genannt.

Google hat im sogenannten sozialen Netz bislang weniger Gewicht als etwa Facebook oder Twitter. Offensichtlich setzt der Gigant auf seine Milliarden- Reserven, um den Abstand zu verkürzen. So kaufte Google den auf Programme für Online- Netzwerke spezialisierten App- Hersteller Slide, die Mode- Suchmaschine Like.com, den Entwickler virtueller Artikel Jambool und investierte in den Spieleentwickler Zynga, der unter anderem mit "Farmville" einen Hit bei Facebook- Nutzern landete.

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