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Google-Angreifer nutzten Lücke im Internet Explorer

15.01.2010, 11:17
Google-Angreifer nutzten Lücke im Internet Explorer (Bild: © 2009 Photos.com, a division of Getty Images)
Foto: © 2009 Photos.com, a division of Getty Images
Bei den jüngsten Hacker- Attacken auf Google (siehe Infobox) nutzten die Angreifer eine bisher unbekannte Lücke in Microsofts Internet Explorer. Dmitri Alperovitch vom Sicherheitsspezialisten McAfee erklärte, der Fehler sei noch nicht behoben und unter allen Versionen von Windows zu finden.

Microsoft bestätigte in der Nacht zum Freitag die Sicherheitslücke im hauseigenen Webbrowser. Bis sie geschlossen werden könne, sollten User den Internet Explorer im sogenannten "geschützten Modus" und mit hohen Sicherheitseinstellungen nutzen, um die Gefahr zu mindern.

Angriffe mit enormer Intensität

McAfee hatte nach eigenen Angaben Ende vergangener Woche den Auftrag von mehreren attackierten Unternehmen erhalten, den Vorfall zu untersuchen. "Wir haben noch nie Angriffe mit einer solchen Raffinesse im kommerziellen Raum gesehen", sagte Alperovitch. "Wir kennen das bisher nur aus dem Regierungs- Sektor." Die Namen seiner Auftraggeber nannte er nicht.

Microsoft- Chef Steve Ballmer erklärte in Anbetracht der Google- Ankündigung, einen Rückzug aus China zu überlegen, dass ein solcher Schritt für sein Unternehmen nicht infrage komme. "Es gibt jeden Tag so viele Angriffe. Ich glaube nicht, dass es da etwas Ungewöhnliches gab, daher verstehe ich das nicht", sagte er in Washington zu der Ankündigung des Suchmaschinen- Rivalen. "Ich verstehe nicht, wie das irgendwie helfen soll. Ich verstehe nicht, wie das uns hilft und ich verstehe nicht, wie das China hilft."

Google hatte am Dienstag die Hacker- Attacke auf seine Systeme und mehr als 20 andere Ziele öffentlich gemacht. Dem Internet- Konzern zufolge hatten die Angriffe ihren Ursprung in China. Die Regierung in Peking wies natürlich jede Verwicklung in die Hackerangriffe zurück. Außer Google hat sich bisher nur Adobe Systems als Opfer zu erkennen gegeben.

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