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Eine, zwei oder drei - wie viele Katzen dürfen es sein?

15.03.2010, 11:42
Eine, zwei oder drei - wie viele Katzen dürfen es sein? (Bild: Fressnapf/Ulrike Schanz)
Foto: Fressnapf/Ulrike Schanz
Zwei oder mehr Katzen zusammen - das ist für Mensch und Katze eine Bereichung, vorausgesetzt man beachtet ein paar Dinge. Dann kann auch ein Mehrkatzenhaushalt reibungslos und stressfrei funktionieren.

Viele Katzenliebhaber träumen davon, gleich mehrere Samtpfoten um sich herum zu haben, weil sie die Gesellschaft der eigensinnigen Charaktere genießen. Andere wollen ihrem Stubentiger etwas Gutes tun und ihm einen Spielgefährten holen. Doch das ist leichter gedacht als umgesetzt. Die Tierärzte der Fachmarktkette Fressnapf geben Tipps für einen möglichst stressfreien Mehrkatzenhaushalt.

Wie viele Katzen dürfen es denn sein?

Das hängt ganz von der Ausgangssituation ab. Für wen von vornherein feststeht, dass mehrere Katzen zur Familie gehören sollen, der kann sich auch gleich mehrere zulegen. Am besten solche, die gut sozialisiert sind und schon zusammen gelebt haben. Das können z.B. mehrere Jungtiere aus dem gleichen Wurf sein, aber auch Katzen, die bereits im Tierheim friedlich miteinander ausgekommen sind. Dann ist noch die Größe der Wohnung ausschlaggebend: Zu viele Katzen auf engem Raum – das geht selten gut! Als Faustregel empfiehlt es sich, mindestens genauso viele Räume für die Stubentiger zur Verfügung zu haben wie es Katzen gibt, idealerweise ein Zimmer mehr.

Ganz wichtig: Manche Katzen mögen einfach keine Gesellschaft, oder sie kommen mit ihren Lebensgefährten nicht klar, weil zu verschiedene Temperamente aufeinander treffen. Daran wird auch der Faktor "Zeit" nicht viel ändern. Dauerstress unter den Katzen ist vorprogrammiert, und der führt zwangsläufig auch zu Stress bei Herrchen und Frauchen.

Diese Tatsache ist besonders dann zu berücksichtigen, wenn eine Zweitkatze für den vermeintlich einsamen Stubentiger angeschafft werden soll. Oder eine Katze ist verstorben, und man will dem alleinstehenden Tier wieder einen Partner an die Seite geben. Die größten Chancen, dass so etwas gut geht, hat man, wenn man Tiere gleichen Alters und Temperaments zusammenbringt.

Keine quirlige Jungkatze zum betagten Kater

Einem betagten, gemütlichen Kater eine quirlige Jungkatze an die Seite zu geben, ist fast aussichtslos. Besser vorher genau beobachten, was das Tier braucht. Manchmal bekommt man das Unbehagen der Katzen nicht einmal mit. Und plötzlich ist nach dem Tod eines Partners die andere Katze wie ausgewechselt – im positiven Sinne. Ist das der Fall, lieber gut abwägen, ob ein neues, fremdes Tier wirklich sinnvoll bzw. erwünscht ist.

Was sollte ein Mehrkatzenhaushalt noch bieten? Genügend Hände und Zeit zum Streicheln. Mehrere Katzen fordern mehr Zeit – nicht nur fürs Reinigen der Katzentoiletten und fürs Füttern, sondern auch für Zärtlichkeiten, Aufmerksamkeit und Spiel. Als Ausstattung sollten für jede Katze ein eigener Futter- und Wassernapf und mindestens eine Katzentoilette bereitstehen. Auch Rückzugsmöglichkeiten für die Tiere in den Räumen sollten in ausreichender Zahl und auch auf verschiedenen Raumebenen zur Verfügung stehen.

Ein Anzeichen, dass ein Mehrkatzenhaushalt nicht optimal funktioniert, kann Unsauberkeit bei einer oder mehreren Katzen sein. Vielleicht fühlt sich eine Katze durch eine dominante Artgenossin eingeschüchtert und unfrei? Beobachte einmal genau das Verhalten der Tiere, denn vieles ist nur unterschwellig wahrnehmbar. Schon ein Katzenklo mehr, ein weiterer Ruheplatz oder ein erhöhter Regalboden können Spannungen unter Rivalen beseitigen.

Foto: Fressnapf/Ulrike Schanz

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