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Neues "Norton 360" setzt bei Version 4.0 auf Schnelligkeit

09.03.2010, 13:07
Neues "Norton 360" setzt bei Version 4.0 auf Schnelligkeit (Bild: Symantec)
Foto: Symantec
Die ersten Versionen von Norton 360 waren alles andere als schnell oder ressourcenschonend - das gibt man bei Symantec heute offen zu. Doch trotz aller Verbesserungen bei den folgenden Releases ist man den entsprechenden Ruf noch nicht vollständig losgeworden. Das könnte sich mit der am Dienstag in Wien vorgestellten Version 4.0 endgültig ändern: Hier wurde bewusst der Schwerpunkt auf Geschwindigkeit gelegt.

"Sie werden nicht merken, dass es da ist", versicherte Produktexperte Stefan Wesche. Viele Dinge, die doch CPU- Zeit benötigen, würden dann durchgeführt, wenn der Computer ohnehin nicht benutzt wird, ähnlich wie ein Bildschirmschoner.

Eine Optimierungsfunktion, die unter anderem Festplatten defragmentiert oder temporäre Dateien löscht, wurde direkt integriert. "Schließlich haben die User das Gefühl, dass ihr PC mit der Zeit langsamer wird." Nicht zu Unrecht: In ein zwei Jahren kann das 20 bis 30 Prozent der Leistung kosten.

Mehr Zeitersparnis dank Startup- Manager

Ein integrierter Startup- Manager, der Programme ausmistet oder verzögert von der Leine lässt, soll laut Symantec zudem das Hinauffahren des Rechners deutlich beschleunigen. Bei Windows XP und Windows 7 soll sich der Vorgang um rund 12 Sekunden schneller abspielen, bei Vista sogar um noch etwas mehr.  Mit der Zeitersparnis ließen sich pro Jahr gemütlich 33 Kaffee schlürfen, oder über 160 Facebook- Einträge erstellen, verspricht Wesche.

Aber natürlich geht es um die Sicherheit vor Viren oder im Internet, genauer gesagt um All- in- One- Security, von der der User möglichst nichts merken soll. Wen es doch interessiert: Mit einer reputationsbasierten Erkennung wird Dateien ein guter, neutraler oder schlechter Ruf zugeordnet. Norton 360 hätte mit diesem zusätzlichen Feature in Tests deutlich bessere Erkennungsraten erreicht. Seit der Einführung dieses Systems im September vergangenen Jahres seien auf diese Weise bereits bei jedem zweiten von rund 35 Millionen Anwendern eine Bedrohung geblockt worden.

Die bereits bekannte Erkennung von "bösen" Websites etwa in Suchmaschinenergebnissen ist nach wie vor ein integraler Bestandteil von Norton 360. Das hat auch seinen Grund: laut Wesche sind rund 27 Prozent aller Seiten im Internet mit Schadsoftware verseucht. Die meistgesuchten Begriffe auf Google lieferten zudem unter den 20 ersten Ergebnissen im Schnitt zehn bedenkliche Treffer.

Mobiler Zugriff auf Online- Backup

Stolze Besitzer von iPads, iPhones oder Android- Smartphones können mit Hilfe eigener Applikationen nun außerdem direkt auf Dateien im Online- Backup zugreifen. Aber auch sonst soll man diesen Speicher immer und überall nutzen können. Besonders praktisch: Große Dateien, die nicht per Outlook verschickt werden können, lassen sich dort deponieren und per Email- Link Freunden verfügbar machen. Die gesicherten Daten werden übrigens nach Ablauf des Norton- Abos nicht sofort gelöscht, damit User im Notfall auch weiterhin darauf Zugriff haben. In den ersten drei Monaten nach Ablauf der Sicherheit können Nutzer wie gewohnt auf ihr Backup zugreifen, danach soll das mittels einer Supportanfrage möglich sein.

Neues Tool für Eltern

Etwa zur Jahresmitte soll laut Wesche auch eine Erweiterung nachgereicht werden, die sich mit dem Kinder- und Jugendschutz im Netz beschäftigt. Das Tool zur "Parental Control" werde sich von der bisherigen Methode der Black- und White- Lists, die einfach erwünschte und unerwünschte Sites erkennt, entfernen. Diese greife nämlich zu kurz. Das neue Norton- Programm "Family online" soll hingegen die Eltern und Kinder mehr einbinden und die Kommunikation zwischen ihnen bezüglich problematischer Websites fördern.

"Norton 360 4.0" ist jeweils als 3- User- Lizenz für ein Jahr über die Herstellerwebsite sowie ab kommender Woche im Handel für rund 70 Euro erhältlich. Die Premium- Version mit 25 statt zwei Gigabyte Online- Speicher kostet zehn Euro mehr.

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