Befürchtungen, Google dränge sich immer mehr in die Wertschöpfungsketten der Mobilfunkprovider und Telekommunikationsunternehmen, trat der Konzernchef entgegen. Das kürzlich angekündigte Projekt zur Erprobung von Hochgeschwindigkeitsnetzen für private Haushalte sei ein "Feldversuch", mit dem man bestimmte Geschwindigkeitsgrenzen durchbrechen möchte (siehe Infobox). "Google wird nicht in das Geschäft mit Telekommunikations- Infrastruktur einsteigen."
Während des Auftritts von Schmidt zeigte der aus Aachen stammende Neurobiologe und Google- Mitarbeiter Hartmut Neven, wie auf einem Smartphone mit Android eine Sprachsuche auf Deutsch funktioniert. Bislang steht diese Funktion nur auf Englisch und Mandarin zur Verfügung.
Außerdem demonstrierte Neven, wie aus einem Foto einer in Deutsch formulierten Speisekarte in wenigen Sekunden aus dem Netz eine englischsprachige Übersetzung gezogen werden kann. Aus "Frühlingssalat mit Wildkräutern" wurde so "Spring salad with wild herbs".
Möglich seien solche Dienste durch die enorme Rechenpower der Google- Server, an die die Audiodateien der Sprachsuche bzw. Bilder zur Übersetzung geschickt würden – was Datenschützern erneut Anlass zur Sorge geben dürfte. Wann die neuen Funktionen hierzulande verfügbar sein werden, ist bislang nicht bekannt.